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Freitag, 07.09.2018

Großfeuer in der Heide

Ein Waldbrand bei Schwepnitz löst einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Sogar ein Löschhubschrauber wurde geordert.

Auch ein Löschhubschrauber der Bundeswehr war im Einsatz. Der Löschtank fasst 1900 Liter Wasser.
Auch ein Löschhubschrauber der Bundeswehr war im Einsatz. Der Löschtank fasst 1 900 Liter Wasser.

© Jonny Linke

Schwepnitz. Ein Polizeihubschrauber kreiste Donnerstagmittag über Waldgebieten bei Schwepnitz und Zeisholz. Dort stieg eine mächtige Rauchwolke auf und unten beißender Qualm durch den Wald. Die Wolke war bis weit hinaus ins Land zu sehen. Gegen 11.20 Uhr wurde das Feuer über das Waldbrandfrüherkennungssystem entdeckt und Feueralarm ausgelöst. Der führte zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei in der Königsbrücker Heide.

Bilder vom Einsatz beim Waldbrand

Die Situation wurde erkundet und an der alten Schule in Zeisholz ein Lagezentrum aufgebaut, um den Einsatz zu planen. Es handelte sich nach Informationen der Rettungsleitstelle um ein größeres Bodenfeuer. Die Polizei war mit vor Ort und schätzte die Fläche am Nachmittag auf etwa anderthalb Quadratkilometer. „Es gab mehrere Brandherde“, so Katharina Korch von der Pressestelle der Polizei. Von fünf bis sechs solchen Brandherden war zeitweise die Rede, die sich dann vereinigt hätten. Der Polizeihubschrauber kreiste über der Fläche und verschaffte den Einsatzkräften einen Überblick zum Brandgeschehen. Der Wind stand stabil, sodass man während des Einsatzes davon ausging, dass sich die Flammen nicht in bewohnte Gebiete bewegen: „Derzeit besteht durch das Feuer keine Gefahr für die Anwohner der angrenzenden Ortschaften“, so Katharina Korch am Nachmittag. Über 30 Einsatzfahrzeuge seien ausgerückt, hieß es am Nachmittag aus der Rettungsleitstelle. Darunter auch spezielle Waldbrandtanklöschfahrzeuge und Teile des Katastrophenschutzzuges. Erschwerend erwies sich, dass sich in dem Waldgebiet in der Vergangenheit ein Truppenübungsplatz befand und Munitionsreste in der Erde lagern. So wurde nach SZ-Informationen wohl auch erwogen, gerade in den gefährlichen Bereichen, das Feuer kontrolliert niederbrennen zu lassen, weil ein Löscheinsatz dort nicht möglich ist. Außerdem sei das Gelände unwegsam. Das erschwere die Löscharbeit der Feuerwehrleute am Boden, so die Information der Rettungsleitstelle. Die Feuerwehrleute müssen sehr vorsichtig vorgehen und sollen eher in den Außenbereichen löschen, heißt es. Sie seien aber mit präzisen Informationen versorgt worden, um nicht in Gefahr zu geraten. Um das Feuer besser bekämpfen zu können, wurde schließlich ein Löschhubschrauber der Bundespolizei eingeflogen, der gegen 16.30 Uhr mit den Löscharbeiten begann. 1 900 Liter Löschwasser fasst der Tank des Hubschraubers. Insgesamt rückten nach Angaben des Landkreises 16 Ortsfeuerwehren und die Landesfeuerwehrschule aus. Rettungskräfte des DRK sichern den Einsatz ab. Da ein langwieriger Einsatz zu erwarten ist, wurde auch ein Betreuungszug herangezogen, um die Feuerwehrleute zu versorgen.

Die Polizei warnt noch: Wegen des Rauchs könne es zu Verkehrsbehinderungen auf der B 97 kommen.