erweiterte Suche
Montag, 24.09.2018

Großer Kampf wird nicht belohnt

Chemnitzer feiern im neunten Spiel den neunten Sieg. Ein sehr glücklicher Erfolg – auch, weil Budissa die Torumrahmung trifft.

Von Jürgen Schwarz

So wie hier Johann Weiß (rechts) fighteten alle Bautzener gegen Ex-Drittligist Chemnitzer FC. Der Spitzenreiter wankte, aber er fiel nicht. Dejan Bozic (links) entschied die Partie im Stadion Müllerwiese mit seinem siebenten Saisontor.
So wie hier Johann Weiß (rechts) fighteten alle Bautzener gegen Ex-Drittligist Chemnitzer FC. Der Spitzenreiter wankte, aber er fiel nicht. Dejan Bozic (links) entschied die Partie im Stadion Müllerwiese mit seinem siebenten Saisontor.

© Torsten Zettl

Fußball-Regionalliga. Am 9. Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost gastierte Spitzenreiter Chemnitzer FC in Bautzen und feierte vor 1 782 Zuschauern den neunten Sieg (1:0). Bis zur 80. Minute sah es allerdings nicht nach einem Dreier für die Himmelblauen aus, denn die Budissen hielten die Partie völlig offen und lieferten einen großen Kampf. Ausgerechnet der Ex-Bautzener Paul Milde leitete dann aber kurz nach seiner Einwechslung das Siegtor für den Drittliga-Absteiger ein. Seine Flanke verwertete Dejan Bozic per Kopfball zum Siegtor. Es war bereits der siebente Saisontreffer des aus Koblenz gekommenen CFC-Torjägers.

Beim Tabellenführer stand Ex-Budisse Jakub Jakubow im Tor und musste schon in der 4. Minute nach einem Eckball per Fußabwehr klären. Auf der Gegenseite sorgte Kapitän Daniel Frahn für die erste gefährliche Aktion der Chemnitzer (19.). Die Bautzener machten das in der ersten Halbzeit richtig gut und ließen dem CFC nur wenig Spielraum. In der 31. Minute lag sogar der Führungstreffer der Spreestädter in der Luft, aber der Schuss von Mateusz Ciapa wurde von der Torumrahmung aufgehalten – und den nachsetzenden Tony Schmidt konnten die Gäste im letzten Moment noch abblocken. Der CFC war mit dem 0:0 zur Pause gut bedient.

Im zweiten Abschnitt war es zunächst wieder Frahn, der mit einem Kopfball (52.) für Gefahr im Strafraum der Budissen sorgte – der Ball verfehlte aber knapp das Ziel. Der Spitzenreiter drückte in der Folgezeit wie zu erwarten auf das Tempo, aber die Bautzener behielten im Defensivbereich die Übersicht. Zudem lauerten die Budissen auf Konter, aber Kevin Bönisch bekam das Zuspiel von Denny Krahl nicht unter Kontrolle (58.). Fünf Minuten später setzte Niclas Treu den Ball über die Querlatte. Die Partie blieb bis in die Schlussminuten offen, aber nur die Gäste rissen nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Alexander Sather (Grimma) die Arme in die Höhe. Trainer Torsten Gütschow zeigte sich trotz der Niederlage „total begeistert“ von seiner Mannschaft. „Wir haben den Spitzenreiter fast in die Knie gezwungen, uns ähnlich wie beim 0:1 in Erfurt aber leider nicht belohnt.“

Schiebocker feiern Auswärtssieg

Der Bischofswerder FV überraschte mit einem 1:0 (0:0)-Sieg bei Viktoria Berlin. Vor 267 Zuschauern im Stadion Lichterfelde erzielte Dominic Meinel in der 47. Minute das Tor des Tages. Vorausgegangen war ein Eckball von Daniel Maresch, den der Kapitän per Kopf in die Maschen beförderte.

Trainer Erik Schmidt musste auf seine Offensivspieler Thomas Sonntag (erkrankt), Hannes Graf (verletzt) und den gesperrten Tommy Klotke verzichten. Dennoch waren die Schiebocker in den ersten 20 Minuten fast ständig am Drücker, verpassten aber die Führung, weil der Distanzschuss von Tomas Patracek von der Torumrahmung aufgehalten wurde (6.). Auch Maresch hatte das 2:0 auf dem Spann, scheiterte aber am glänzend reagierenden Berliner Torhüter Stephan Flauder (Fußabwehr/49.). Die Gastgeber setzten in der Schlussphase alles auf eine Karte, aber BFV-Schlussmann Oliver Birnbaum war nicht zu überwinden. „Wir konnten natürlich nicht mit einem Sieg rechnen, daher sind die drei Punkte überragend“, meinte Trainer Schmidt. In den ersten 20 Minuten haben wir es richtig gut gemacht, danach kam Viktoria auf. Nach dem 1:0 verzeichneten wir einige Kontermöglichkeiten, sodass der Dreier nicht unverdient war.“