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Donnerstag, 13.09.2018

Größte Dürre seit über 100 Jahren

Obwohl die Wetterbeobachter in der Region im August mehr Gewitter verzeichneten als üblich um diese Zeit, fehlte etwas.

So trocken wie diesen Sommer war es zuletzt 1904.
So trocken wie diesen Sommer war es zuletzt 1904.

© Symbolbild: dpa

Dohna. Der Wetterverein Zinnwald-Georgenfeld meldet für seine Wetterstation in Köttewitz bei Dohna einen Jahrhundert-Rekord – im negativen Sinne. Wie die Wetterbeobachter Sebastian Wetzel und Norbert Märcz mitteilen, fiel dieses Jahr bisher so wenig Niederschlag wie schon seit über einhundert Jahren nicht mehr. Die bisherige Wasserbilanz des Jahres 2018 bis Ende August gab Köttewitz mit minus 374 Millimeter an. Eine derartige Dürre gab es zuletzt 1904.

Die an den Wetterstationen in Dohna, Köttewitz, Bannewitz und Zinnwald gemessenen Temperaturen betrugen im August-Mittel etwas mehr als im Juli. Damit lagen die Werte etwa zwei bis drei Grad über dem Mittel der letzten 30 Jahre. Die Temperaturgrenzen von 25 Grad (Sommertag) und 30 Grad (Hitzetag) überschritt der August aber nur fast so oft wie im Rekordjahr 2015. Die Sonnenscheindauer lag bei 125 Prozent. Die höchste Temperatur wurde am 1. August in Dohna gemessen: Hoch „Ingolf“ produzierte bis zu 38,1 Grad. Besonders vom 1. bis 5. und am 8./9. August war es sehr schwül. Im ersten Monatsdrittel dokumentierten die Beobachter des Wettervereins an vier Tagen in Dohna und Köttewitz bzw. an fünf Tagen in Bannewitz und Zinnwald mindestens ein Gewitter pro Tag. Am 2. August hatte Bannewitz mit 42,1 Litern Regen pro Quadratmeter einen „Volltreffer“, Dohna lag am selben Tag unter der Zehn-Liter-Marke, Zinnwald-Georgenfeld blieb ganz trocken. (SZ)