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Mittwoch, 14.03.2018

Grippewelle legt Zugbetrieb lahm

Die Städtebahn Sachsen hatte mehrere krankheitsbedingte Ausfälle. Deshalb hieß es für einige Pendler Bus statt Bahn.

Die Grippewelle legte für einige Tage den Zugverkehr der Städtebahn Sachsen lahm.
Die Grippewelle legte für einige Tage den Zugverkehr der Städtebahn Sachsen lahm.

© Norbert Millauer

Müglitztal/Sebnitz. Die Grippewelle legte für mehrere Tage den Zugverkehr der Städtebahn Sachsen zwischen Neustadt und Sebnitz lahm. Schüler, Pendler und andere Bahnreisende mussten auf Ersatzbusse ausweichen. Wer von Sebnitz nach Neustadt wollte, musste mit zwei verschiedenen Buslinien fahren und war für die Strecke teils doppelt so lange unterwegs wie mit dem Zug. Ein ähnliches Schicksal bleibt den Kunden der Müglitztalbahn, die ebenfalls von der Städtebahn bedient wird, vorerst erspart.

„Momentan hat sich die Situation etwas beruhigt, jedoch können wir auch nicht voraussagen, ob noch weitere Mitarbeiter erkranken“, erklärt Städtebahn-Geschäftsführer Torsten Sewerin. Die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste bedauere er sehr, erklärt er auf SZ-Nachfrage und wirbt gleichzeitig um Verständnis. In den letzten Wochen waren etwa 15 Prozent der Belegschaft erkrankt. Obwohl Kollegen aus dem Konzernverbund aushalfen, konnte man die Stilllegung nicht verhindern. Zudem fehlen dem Unternehmen drei Triebzüge, weil diese nach Kollisionen mit Bäumen zur Reparatur in der Werkstatt stehen.

Gegenwärtig geht die Städtebahn davon aus, dass der Betrieb der Müglitztalbahn weiterhin stabil läuft. „Wir planen nicht voraus, dass ein Ausfall auf einer Strecke stattfinden wird“, sagt Geschäftsführer Sewerin. Die Städtebahn entscheide in der jeweiligen Situation, was das Sinnvollste für den aktuellen Verkehr ist. Zuletzt hatte sich die Städtebahn bewusst für die Stilllegung der Strecke Sebnitz–Neustadt entschieden, da diese Strecke am geringsten frequentiert ist. (SZ/nr/mb)