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Mittwoch, 29.08.2018

Giftköder am Schwarzen Weg

Neugersdorf hat offenbar doch ein Problem mit Tierhassern. Die SZ bittet um Hinweise.

Von Gabriela Lachnit

Symbolbild.
Symbolbild.

© dpa

Neugersdorf. Der Schwarze Weg in Neugersdorf hat Gemeinsamkeiten mit dem Entengässel. Beide Routen sind in keiner Stadtkarte von Ebersbach-Neugersdorf zu finden. Offiziell tragen sie ihren Namen nämlich nicht, die Einheimischen nennen sie so.

Der Schwarze Weg ist sozusagen die Verlängerung der Ludwig-Richter-Straße. Er mündet in die Neuwalder Straße und ist einstmals mit schwarzem Schotter versehen gewesen. Daher der Name. Das Entengässel ist der Teichweg. Diese Gasse verbindet die Hauptstraße mit der Ernst-Thälmann-Straße in Neugersdorf. Beide Strecken sind beliebt bei Tierfreunden, die dort mit ihren Hunden Gassi gehen.

Offenbar sind sie auch beliebt bei Tierhassern. Wie in sozialen Medien berichtet wird, waren im Entengässel Giftköder ausgelegt, die Hunden zum Verhängnis wurden. Darüber hatte die SZ berichtet. Bestätigt wurde die Behauptung im Netzwerk weder von der Stadtverwaltung Ebersbach-Neugersdorf noch von der Polizei und auch nicht von einem Tierarzt, der in Neugersdorf praktiziert.

Aufgrund des Beitrages in der SZ meldete sich ein Anwohner vom Schwarzen Weg in Neugersdorf und berichtete über eine frei lebende Katzenpopulation, die er betreut und mithilfe von Sterilisationen der Katzen in der Vermehrung begrenzt. Das tut der Mann auf eigene Kosten. Er berichtet, dass er mehrfach vergiftete Wurst und Hackfleischbällchen am Schwarzen Weg gefunden hat. Eine Katze hatte sogar ein Wurststück, bei dem das Gift eingebracht war, als Trophäe dem Mann vor die Tür gelegt – wie das Katzen so eigen ist.

Wer über ähnliche Vorfälle mit vergifteten Ködern und Haustieren, die dadurch zu Schaden gekommen sind, berichten kann, sollte sich bitte bei der SZ melden.

Telefon: 03585 47405460

E-Mail: [email protected]