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Montag, 17.09.2018

Gewinner auf und neben der Strecke

Von Frank Korn

Über 500 Sportler starteten am Sonntag beim 7. Döbelner Halbmarathon auf verschiedenen Strecken.Foto: Dietmar Thomas
Über 500 Sportler starteten am Sonntag beim 7. Döbelner Halbmarathon auf verschiedenen Strecken.Foto: Dietmar Thomas

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Viele Läufer wuseln auf dem Parkplatz vor dem WelWel in Döbeln umher, die Band „Bleeding Sunset“ spielt rockige Musik, Moderator Stefan Bräuer stimmt die Teilnehmer auf ihren Wettkampf ein. Der 7. Döbelner Halbmarathon hat wieder 508 kleine und große Läufer auf die verschiedenen Strecken gelockt. Eine Zahl, mit der Andreas Bunk von der Abteilung neuelaufkulter des WelWel Sport- und Tanzvereins Döbeln, hochzufrieden ist. „Es hat wieder alles gepasst, bei herrlichem Wetter sind alle gut durchgekommen“, sagte Andreas Bunk. Über 100 Helfer haben dafür gesorgt, dass alles gut über die Bühne geht. „Ohne sie und die vielen Unterstützer, von denen ich besonders das WelWel-Team nennen will, wäre die Organisation nicht möglich“, so Bunk.

Besonders froh waren die Veranstalter, dass die Typisierungsaktion für eine an Leukämie erkrankte Chemnitzer Läuferin, die 34-jährige Mutter einer einjährigen Tochter benötigt dringend eine Stammzellenspende, so gut angenommen wurde. Das bestätigt auch Michael Schomer von der Gruppe „Wir sind das Leben“, die mit dem Verein für Knochenmark- und Stammzellenspenden Dresden zusammenarbeitet. „Insgesamt 58 Sportler, aber auch Besucher haben sich typisieren lassen. Das ist ein großartiges Ergebnis“, sagte Schomer.

Auch der Stadtwerke-Fuchs hat es sich nicht nehmen lassen, sich typisieren zu lassen. Unter dem Kostüm steckte Emmy Portig, die eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement macht. „Es ist eine Möglichkeit, anderen Menschen zu helfen, und da will ich gern dabei sein“, sagte die 18-Jährige dem Döbelner Anzeiger.

Auf den Laufstrecken wurden wieder tolle Ergebnisse erreicht. Sebastian Nitsche vom Laufteam BMW/DHfK Leipzig ist eigentlich auf längeren Strecken unterwegs. Einer seiner größten Erfolge ist der Sieg beim Rennsteigmarathon in diesem Jahr, für den er 2:42:53 Stunden benötigte. Beim Döbelner Halbmarathon begnügte sich der Leipziger, der als Lehrer für Sport und Geografie arbeitet, mit einem „Läufchen“ über zehn Kilometer. Der 35-Jährige sicherte sich in 34:43 Minuten den Gesamtsieg auf dieser Strecke, die zur Rangliste der Mittelsächsischen Lauftour zählt. „Ich kenne Andreas Bunk schon seit vielen Jahren und bin zum zweiten Mal hier dabei“, sagte Nitsche. Und weiter: „Die Veranstaltung ist toll organisiert, dennoch geht der familiäre Charakter nicht verloren. Es passt von vorn bis hinten, alle sind mit Herzblut dabei“, so Nitsche.

Den Sieg über zehn Kilometer der Frauen sicherte sich Cathleen Martin-Pfefferkorn (AK 35). Sie verwies die beiden Döbelnerinnen Silke Dewitz und Grit Biedermann auf die Plätze. Die Halbmarathonstrecke hatte mit 146 die meisten Teilnehmer. Den Sieg sicherten sich jeweils erfahrene Athleten. Bei den Frauen gewann Jana Schönlebe, die in der Altersklasse 50 für den SC DHfK Leipzig startet, in 1:36:20 Stunden. Den Lauf der Männer entschied Lars Krause (AK 45/Nerchauer Brauhaus) in 1:19:08 Stunden für sich.

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