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Mittwoch, 10.02.2016

Geschäftshaus am Pirnaischen Platz wird saniert

Das Denkmal im Stil der Neuen Sachlichkeit soll neu belebt werden. Welche Läden eröffnen, ist derzeit aber noch offen.

Von Nora Domschke

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Das markante Gebäude am Pirnaischen Platz wechselte Anfang 2015 den Besitzer. Nun wird es im Inneren komplett umgebaut. Im kommenden Jahr sollen neue Geschäfte einziehen.
Das markante Gebäude am Pirnaischen Platz wechselte Anfang 2015 den Besitzer. Nun wird es im Inneren komplett umgebaut. Im kommenden Jahr sollen neue Geschäfte einziehen.

© Christian Juppe

Das Geschäftshaus am Eingang zur Wilsdruffer Straße ist seit einigen Wochen eingerüstet. Ein großes Banner verrät, dass Läden und Büros in das achtstöckige Haus einziehen werden. Dafür lässt der neue Eigentümer, die Deutsche Wohnen AG mit Sitz in Frankfurt/Main, das denkmalgeschützte Gebäude nun umfassend sanieren. Im dritten Quartal dieses Jahres soll alles fertig sein.

Damit soll das seit Jahren leer stehende Haus, das 1960 im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet wurde, wiederbelebt werden. Zuletzt nutzten einige Künstler die Räume in den oberen Etagen für ihre Ausstellungen. Im Erdgeschoss gab es ein Taschengeschäft. Die Suche nach neuen Mietern ist offenbar langwierig. „Wir rechnen damit, dass das Objekt ab Anfang 2017 komplett vermietet sein wird“, sagt Julian Pinnig, Sprecher des Unternehmens. Das markante Haus soll – wie bisher – ausschließlich für Gewerbezwecke genutzt werden. Welche Läden im Erdgeschoss und in der ersten Etage eröffnen, kann Pinnig derzeit noch nicht sagen. Die darüber liegenden Stockwerke werden als Büros vermietet. Dafür werden die inneren Strukturen des Gebäudes verändert. „Es wird komplett entkernt“, sagt Pinnig. Wände werden abgerissen, um auf den 2 800 Quadratmetern neue Räume zuschaffen. Zudem sollen die Fenster erneuert und die Lüftung modernisiert werden. Unverändert bleiben muss indes die Fassadenkonstruktion mit den roten Keramikplatten, die am Pirnaischen Platz den Übergang zur Architektur der Wilsdruffer Straße markiert. Von außen heute noch gut zu erkennen sind die großen Schaufenster der Geschäfte in den unteren beiden Etagen. In diesen Räumen, die über eine geschwungene Treppe verbunden waren, wurden einst Sportartikel verkauft. Das Geschäft war in den 1980er-Jahren eine der besten Dresdner Adressen für Sportbekleidung und auch über die Stadtgrenze bekannt.

Wie viel Geld die Deutsche Wohnen AG in die Sanierung des Büro- und Geschäftshauses investiert, verrät Pinnig nicht. Das Münchner Unternehmen Hirmer Immobilien, bis Anfang 2015 Eigentümer des Hauses, veranschlagte dafür eine Summe von rund 7,4 Millionen Euro. Fest steht, dass mit der Sanierung nun ein wichtiges Stück der frühen DDR-Baugeschichte, entworfen von den Architekten Herbert Terpitz und Heinz Mersiowsky, neuen Glanz bekommt.

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Volker W.

    Nutzung nur für gewerbliche Zwecke. Endlich etwas, das wir in Dredens Zentrum bisher noch nicht hatten.

  2. Thomas

    vorbei und nahezu vergessen ist auch die zeit, als in diesem gebäude noch der kreativraum 7STOCK zu finden war, welcher zwar zum einen von der Stadt ausgezeichnet und zum anderen doch für die Besitzer "zu lang" noch als Mieter zugegen war. Die Kultur war einmal in Dresden.

  3. Marco D.

    Es ist begrüßenswert, wenn das Gebäude saniert und natürlich auch wieder genutzt wird. Es geht aus dem Artikel nicht eindeutig hervor, ob der Denkmalschutzstatus nur für die Fassade oder auch für das Innere des Gebäudes gilt. Wenn wäre es wirklich schade, um die sehr schön schwungvoll gestaltete Treppe, die das Erdgeschoss mit der 1. Etage verbindet. Genau diese Details machen ja den besonderen Charme so eines Gebäudes aus. Wenn man bedenkt, dass das Gebäude 56-57 Jahre alt ist, sieht die Fassade immer noch sehr gut aus. Hier wurde noch Wert auf eine lange Haltbarkeit gelegt, vorbildlich für neuzeitliche Bauten...

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