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Dienstag, 17.07.2018

Georgenburg wieder für Besucher offen

Auf der Festung Königstein ist eine neue Dauerausstellung installiert. In wenigen Tagen wird sie eröffnet.

In der Georgenburg wird die Geschichte der Festung Königstein als Staatsgefängnis beleuchtet.
In der Georgenburg wird die Geschichte der Festung Königstein als Staatsgefängnis beleuchtet.

© SZ/Gunnar Klehm

Königstein. Ab dem 27. Juli können Besucher in der sanierten Georgenburg der Festung Königstein auf Zeitreise gehen. Mit der neuen Dauerausstellung lässt sich die Geschichte des Staatsgefängnisses zwischen 1588 und 1922 nacherleben. Von den einstigen Verhältnissen zeugen originale Gefangenenketten, Fuß- und Handeisen oder mit Figuren nachgestellte Szenen. Multimedial können Schicksale von Inhaftierten recherchiert und fiktive Gespräche in ihrer Behausung oder der Wachstube belauscht werden.

Gleich zum Auftakt des Rundgangs zeigt ein Film, wie „Maikämpfer“ August Röckel 1848 auf die Festung gebracht wird. Die Ankunft des Musikdirektors des Dresdner Hoftheaters inmitten einer Menge von Infanterie wurde mit Schauspielern nachgestellt. Das Verzeichnis der Staatsgefangenen umfasst laut Kurator Andrej Pawluschkow rund 1 000 Namen. Im vergangenen Jahrhundert war die Festung auch Militärstrafgericht, Kriegsgefangenenort und Jugendwerkhof. (dpa)