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Freitag, 09.11.2018

Geld für Meißner Jehmlich-Orgel

Der Bund fördert die Restaurierung des Instrumentes in der Meißner Frauenkirche.

Von Udo Lemke

Frauenkirch-Pfarrer Uwe Haubold vor der Jehmlich-Orgel.
Frauenkirch-Pfarrer Uwe Haubold vor der Jehmlich-Orgel.

© Claudia Hübschmann

Berlin/ Meißen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss in seiner Sitzung am 8. November, die Restaurierung der Jehmlich-Orgel in der Frauenkirche zu Meißen finanziell zu unterstützen. Auf Empfehlung des Meißner Bundestagsabgeordneten Dr. Thomas de Maizière werden aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VII der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Frau Prof. Monika Grütters, dafür 75 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die seit 2015 unter Denkmalschutz stehende Orgel ist Zeugnis eines stilistischen Umbruchs im Orgelbau in der Zwischenkriegszeit, die als sogenannte „Orgelbewegung“ bezeichnet wird. Dieser damalige Stilwandel beinhaltete die Rückbesinnung auf ältere Orgelklangbilder, die von zeitgenössischen Orgeln und ihren Meistern neu interpretiert werden sollten. Die Orgeldenkmalpflege schenkt diesem Stil des Orgelklangs mittlerweile wieder große Aufmerksamkeit. Das Instrument wird damit zu einem wertvollen, original erhaltenen Zeitzeugen des deutschen Orgelbaus im frühen 20. Jahrhundert.

Eine Entscheidung steht noch aus

Insgesamt beläuft sich das Sanierungsprojekt voraussichtlich auf etwa 350 000 Euro. Die sächsische Landeskirche wird hierbei einen Anteil von 100 000 Euro an sogenannten Eigenmitteln für die Restaurierung beisteuern. Der Bundesanteil wird erst dann wirksam, wenn das Plenum des Deutschen Bundestages dem Förderbeschluss des Haushaltsausschusses letzten Endes zugestimmt hat. Der Meißner Bundestagsabgeordnete Thomas de Maizière sagte dazu: „Ich freue mich sehr, dass die Fördermittel der Jehmlich-Orgel in Meißen zugutekommen. Für jeden Liebhaber der Orgelmusik ist das ein Glücksfall.“