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Mittwoch, 11.07.2018

Geheiratet wird jetzt im Gemeindeamt

Nachdem der kostenfreie Trauraum in Kringelsdorf nicht mehr zur Verfügung steht, bietet die Gemeinde jetzt eine Alternative in Boxberg an.

Von Constanze Knappe

Symbolbild.
Symbolbild.

© dpa

Boxberg. Ab sofort kann im Gemeindeamt Boxberg geheiratet werden. Das hat der Gemeinderat am Montag einstimmig beschlossen. Im bisherigen Trauraum der Gemeinde im Ortsteil Kringelsdorf wurde im Juni die letzte Ehe geschlossen. Mit dem Verkauf des Objekts steht dieses für Hochzeiten jedoch nicht mehr zur Verfügung. So wurde nach einer Alternative gesucht, um auch weiterhin einen Raum kostenfrei für Trauungen anbieten zu können. Ausgewählt wurde dafür der Sitzungssaal im Gemeindeamt und mit Beschluss des Gemeinderats als neuer Trauraum für den Standesamtsbezirk Boxberg festgelegt.

Durch eine Trennwand lässt sich von dem großen Sitzungssaal ein Bereich abteilen. Der Raum ist barrierefrei, auch sind Toiletten vorhanden. „Den Raum herzurichten, das ist kein großer Aufwand und sieht ansprechend aus“, begründete Bürgermeister Joachim Junker. Zur Bestätigung wurde Fotos herumgereicht. Um den Gemeinderäten einen Eindruck zu verschaffen, wurde der Raum probehalber hergerichtet und fotografiert.

Wie schon in Kringelsdorf finden auch im neuen Trauraum in Boxberg 25 Hochzeitsgäste Platz, sagt Carmen Hantschke. In Vorbereitung auf eine Eheschließung werden die besagte Wand eingezogen, die Sitzungstische beiseite geräumt, die Stühle mit weißen Hussen überzogen und der Raum dekoriert, erklärt die Standesbeamtin auf Nachfrage des TAGEBLATTs. In einer knappen halben Stunde sei das erledigt.

Etwa 20 Paare pro Jahr heiraten in der Gemeinde Boxberg. Ungefähr die Hälfte wählt für ihr Ja-Wort das Ufer des Bärwalder Sees. Das sind vor allem jüngere Paare, sagt Standesbeamtin Carmen Hantschke, obwohl man dies nicht verallgemeinern könne. Die anderen Paare nutzten den kostenfreien Trauraum in Kringelsdorf. In etwa sei damit auch in Boxberg zu rechnen.