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Mittwoch, 13.07.2011

Gasleitung von Ostsee nach Tschechien fast fertig

Baruth/Kassel. Nach 470 Kilometern endlich der Lückenschluss: In Baruth (Teltow-Fläming) wird nach knapp zweijähriger Bauzeit am Mittwoch die letzte Schweißnaht der Ostsee-Pipeline-Anbindungsleitung - kurz Opal - gesetzt. „Damit sind die Bauarbeiten an der Opal abgeschlossen und die Testphase kann beginnen“, sagte Wingas-Sprecherin Antje Knollmann der Nachrichtenagentur dpa.

Geplant sei, das gesamte Leitungsnetz von Lubmin (Mecklenburg-Vorpommern) bis an die tschechische Grenze in Sachsen mit Erdgas zu befüllen. Vom TÜV abgenommen seien weite Teile der Pipeline bereits. Drucktests haben schon die völlige Dichtigkeit belegen können, so Knollmann. Jetzt gehe es darum, zu testen, ob alle Pipelineteile „reibungslos“ zusammen funktionieren.

Die Opal setzt sich aus über 26 000 Einzelrohren zusammen. Das aus Russland stammende Erdgas wird durch die Pipeline mit einem Druck von bis zu 100 Bar gepresst. Um diesen hohen Druck aufrechtzuerhalten, ist auf halber Strecke in Baruth eine Verdichterstation gebaut worden.

Anfang Oktober soll die rund eine Milliarde Euro teure Pipeline ans Netz gehen. Durch die Leitung sollen in Zukunft mehr als 35 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr strömen. Das entspricht etwa einem Drittel des deutschen Bedarfs. (dpa)