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Montag, 10.09.2018

Fußballfest im Steyer-Stadion

Von Jens Jahn

Der Dresdner SC machte es gegen den FV Süd-West trotz einer 2:0-Pausenführung noch spannend (4:3). Die Gäste kamen nach einer Stunde sogar zum Ausgleich. Robert Thomas zeichnete sich als Dreifachschütze für den DSC aus, Trainer Michael Wege atmete nach dem Abpfiff erleichtert auf: „Wieder wurde es eine ganz enge Kiste. Daran müssen wir arbeiten“.

Die Partie wurde vor der stattlichen Kulisse von 356 Zuschauern ausgetragen. Anlässlich des 120-jährigem Jubiläums des Dresdner SC gab es zum ersten Heimspiel der Stadtoberligaelf ein buntes Rahmenprogramm. Das Traditionsteam des DSC unterlag dem Traditionsteam des FSV Zwickau mit 3:7. Mit 70 Jahren war Roland Stemmler der dienstälteste Akteur der Gäste. Er wurde 1975 mit Sachsenring Zwickau FDGB-Pokalsieger. Ebenfalls dabei war Udo Tautenhahn, der in der 2. Bundesliga in Zwickau aktiv war.

Irgendwie hatte es Helios-Trainer Sebastian Böhme schon am vergangenen Wochenende geahnt. Nach dem 0:6 gegen die SG Weißig und dem 3:4 am Eröffnungsspieltag der Fußball-Stadtoberliga schwante dem Coach nichts Gutes: „Wir müssen in Zschachwitz antreten. Da kann man durchaus unter die Räder kommen.“ Er sollte recht behalten. Mit 1:7 kassierte der durchaus als Mitstaffelsiegfavorit prognostizierte SV Helios die nächste deftige Niederlage und steht nach drei Spieltagen noch ohne Punktgewinn da. Adam Grohmann steuerte gleich in seinem ersten Spiel nach längerer Verletzungspause einen Treffer hinzu. Tommy Grothe hatte zwischenzeitlich zum Ausgleich getroffen.

Ebenfalls noch ohne Punkt ist der Radeberger SV. Das Team um den neuen Trainer Tomas Uxa unterlag am Samstag dem TSV Cossebaude mit 2:4. „Wir machen momentan zu viele individuelle Fehler und kassieren dadurch die Gegentore. In der Sommerpause haben einige Stammleute den Verein verlassen, das muss sich erst ausgleichen. Da benötigen wir Zeit“, erklärte der 46-jährige Tscheche, der sich als Spieler für Pirna-Copitz in der Landesliga als Fels in der Defensive einen Namen gemacht hatte. Seine erste Begegnung für den RSV bestritt der 19 Jahre junge Gabor Zirkel. Er kam aus der A-Jugend Dynamo Dresdens in die Bierstadt.

Ein beachtliches 3:3 erkämpfte die SpVgg Löbtau bei der SG Weißig. Felix Rudeck rettete in der Nachspielzeit dem Aufsteiger wenigstens einen Punkt. „Wir hätten von den Spielanteilen her gewinnen müssen, haben aber unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Löbtau hat defensiv sehr gut gestanden und immer wieder starke Konter gesetzt“, sagte Rudeck.