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Donnerstag, 17.05.2018

Freitaler holt Sachsengold

Lucas Dietze vom KSV 1991 ist erstmals U-23-Landesmeister. Teamkollege Chris Vollert macht den Doppelsieg der Kegler perfekt.

Von Stephan Klingbeil

Nicht nur auf der heimischen Bahn stark: Das Freitaler Kegeltalent Lucas Dietze wurde nun U-23-Landesmeister.
Nicht nur auf der heimischen Bahn stark: Das Freitaler Kegeltalent Lucas Dietze wurde nun U-23-Landesmeister.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital. Nach der Vize-Weltmeisterschaft mit der deutschen Junioren-Kegelnationalmannschaft im vergangenen Jahr hat Lucas Dietze vom KSV 1991 Freital erstmals einen Landesmeistertitel gewonnen. Beim diesjährigen U-23-Turnier (120 Wurf) in Markranstädt holte sich der Tischlerlehrling die Sachsenkrone.

„In der Vorrunde war ich noch Vierter, nach dem Sieg gegen den Fünften bin ich ins Finale der vier Besten eingezogen und habe gewonnen“, blickt der 19-Jährige zufrieden und glücklich auf einen packenden Wettkampf zurück. In der Endrunde spielten alle vier Finalteilnehmer vier Runden gegeneinander. Wer dabei die besten Platzierungen insgesamt schaffte, lag vorne.

Dietze gewann hier zwei der vier Finalrunden, wurde zudem einmal Zweiter, einmal Dritter. Am Ende hatte er 13 Punkte gesammelt – drei Zähler mehr als der Vize-Landesmeister, Chris Vollert. Der Tauchaer spielt – wie Dietze – mit dem KSV 1991 in der Zweiten Bundesliga. Nun machte Vollert mit seinen zehn Zählern den Freitaler Doppelsieg bei den U-23-Landesmeisterschaften perfekt. Vollert hatte den im Finale punktgleichen Titelverteidiger und Qualifikationssieger Florian Forster vom TSV 90 Zwickau auf den Bronzerang verwiesen, weil er im Vergleich insgesamt bei den Partien mehr Holz abgeräumt hatte.

„Das ist ein toller Erfolg für unseren Verein, das gab es bei Landesmeisterschaften schon lange nicht mehr. Wir sind stolz darauf“, freut sich Vize-Vereinschef Jörg Gotthardt über das Abschneiden seiner jungen Mannschaftskollegen. „Leider hat es dann aber für Chris nicht für die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften gereicht.“ Sehr erfreulich aber: Dietze hat nach seinem Finalsieg das Ticket für die nationalen U-23-Titelkämpfe in der Tasche.

Und damit ist der Tischlerlehrling noch lange nicht zufrieden. Dabeizusein sei erst einmal schön, aber das reiche nicht. „Ich will unter die besten 16 kommen“, hofft der Freitaler. Dazu muss er bei dem Turnier am 9./10. Juni im pfälzischen Mutterstadt bei Ludwigshafen-Oggersheim 16 weitere deutsche Kegel-Talente hinter sich lassen.

Darüber hinaus will sich Dietze ebenfalls für die deutsche U-23-Nationalmannschaft empfehlen. Denn nach seiner Zeit in der U-18-Kegeljugend, die er sensationell mit WM-Silber hinter Österreich abschloss, möchte er sich nun in der nächsthöheren Altersklasse behaupten. Bei der Sichtung anlässlich der Deutschen U-23-Meisterschaften sind zwei Bundestrainer vor Ort. „Und ich will mich natürlich ins Gespräch bringen“, sagt der junge Sachse zielstrebig.

Mit seinem Team, dem KSV 1991 Freital, hat Dietze bereits für Furore gesorgt. Nach dem erstmaligen Landesmeistertitel im Vorjahr und dem damit verbundenen Zweitliga-Aufstieg wusste die Mannschaft in der zweithöchsten deutschen Spielklasse zu überzeugen. Der Klassenerhalt war für den Liga-Neuling vorzeitig unter Dach und Fach gebracht. Zeitweise belegten die Freitaler sogar den zweiten Platz und durften so vom Durchmarsch träumen. Mit dem fünften Platz nach 18 Punktspielen ist der Aufsteiger „mehr als zufrieden“. Im September beginnt die neue Zweitliga-Spielzeit, in der die Freitaler mit Dietze und Vollert sich weiter etablieren wollen.

Neben den zwei Medaillen der KSV-Talente gab es jedoch noch ein weiteres Mal Edelmetall bei den Landesmeisterschaften für Kegler aus der Region. Die Seniorinnen vom SV Pesterwitz sicherten sich zuvor den Titel beim sächsischen Vereinswettbewerb in Freital – vor Bennewitz und Ehrenfriedersdorf. Bei den Senioren holte der TSV Radeburg Gold, Vereine aus dem Landkreis waren in diesem Turnier nicht dabei.