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Montag, 18.06.2018

Freital bezwingt den Meister

Von Jürgen Schwarz

Der Freitaler Alexander Berthold (links) feierte mit seiner Mannschaft am letzten Spieltag einen 3:1-Heimsieg über Meister Germania Mittweida. Stahl wurde in der Endabrechnung Vierter, punktgleich mit dem Tabellendritten BSC Freiberg. Foto: Andreas Weihs
Der Freitaler Alexander Berthold (links) feierte mit seiner Mannschaft am letzten Spieltag einen 3:1-Heimsieg über Meister Germania Mittweida. Stahl wurde in der Endabrechnung Vierter, punktgleich mit dem Tabellendritten BSC Freiberg. Foto: Andreas Weihs

© Andreas Weihs

In der Fußball-Landesklasse Mitte stand Germania Mittweida (1:3 in Freital) als Meister und Aufsteiger vor dem letzten Spieltag fest. Offen war die Frage, wer sich die beiden anderen Podestplätze sichert. Die Silbermedaillen gehen an die Hainsberger, die sich zu Hause mit 5:1 (2:0) gegen den FV Gröditz 1911 durchsetzten. Der BSC Freiberg verteidigte mit dem 4:0 (1:0)-Heimsieg über den Tabellensiebenten Empor Possendorf den dritten Platz.

Die Freitaler mussten sich in der Endabrechnung mit dem ungeliebten vierten Platz abfinden, obwohl sie am heimischen Burgwartsberg den Meister Germania Mittweida mit 3:1 (0:0) bezwangen. Philip Weidauer (61.), Stephan Ruß (76.) und Gergo Akos Puskar (86.) erzielten die Stahl-Treffer. Auf der Gegenseite hatte Patrick Richter einen Foulelfmeter zum zwischenzeitlichen 1:1 genutzt (74.).

Bei Punktgleichheit mit Freiberg entschied die bessere Tordifferenz zugunsten der Bergstädter. „Auch wenn es nur der undankbare vierte Platz geworden ist, können wir stolz auf unsere Rückrunde sein. Man sieht, dass sich bei Stahl etwas entwickelt“, so Trainer Jens Wagner. „Und einen großen Glückwunsch an Eric Zimmermann, der sich zum zweiten Mal die Torjägerkanone geholt hat.“ Ebenfalls 23 Treffer hat der Freiberger Tommy Gommlich auf seinem Konto. Gleiches gilt für Markus Weise, dem gegen Gröditz in der zweiten Halbzeit ein lupenreiner Hattrick gelang. In den offiziellen Statistiken wird Weise allerdings nur mit 21 Toren geführt, was die Hainsberger als Fehler monieren. So oder so ist ein großer Erfolg für den Hainsberger SV mit seinem engagierten Trainer Knut Michael an der Spitze.

Der SV Bannewitz (6.) feierte einen standesgemäßen 4:0 (2:0)-Heimsieg über Absteiger Coswiger FV. Paul Szuppa, Bruno Schneider, Leo Schick und Martin Neubert markierten die Saisontore 54 bis 57. Ein standesgemäßer Erfolg, „auch wenn wir etwas fahrlässig mit etlichen Chancen umgegangen sind“, monierte SVB-Coach Jens Hieckmann. Er dachte dabei sicher auch an die beiden Strafstöße, die Oliver Werner (Bannewitz/62.) und Maximilian Genschmar (Bannwitz/86.) verschossen.

Die SG Motor Wilsdruff (9.) unterlag beim Absteiger in Frankenberg glatt (0:4). Trainer Paul Rabe und Co-Trainer Stefan Krüger wechselten sich nach dem Seitentausch selbst ein. Rabe war sauer: „Unser Auftritt heute war katastrophal. Es ist sehr schade, die Saison so zu beenden.“

Sebnitz siegt in Hartmannsdorf

Die Sebnitzer verabschiedeten sich mit einem 5:3 (3:1)-Erfolg in Hartmannsdorf aus der 7. Liga. Nach 23 Minuten bahnte sich ein Debakel für die Hausherren an, denn Gerrit Hamel, Pierre Nebes und Stefano Krause hatten den BSV mit 3:0 in Vorhand gebracht. „Dass das Spiel dann noch zu einem Spektakel wurde, war hauptsächlich meinen Spielern zu verdanken“, merkte Gäste-Coach Uwe Rahle an. „Wir ließen es danach einfach viel zu locker angehen.“ Und so kämpfte sich Hartmannsdorf zurück ins Spiel und schaffte durch Treffer von Kapitän Norman Bendix (38.) sowie Dominik Müller (50.) und Dominik Beier (64.) sogar den 3:3-Gleichstand.

Nach der ziemlich langen Abschlussfeier am Vortag (!), war den Sebnitzern nach dem Seitenwechsel der Kraftverlust deutlich anzumerken. Mehrfach musste BSV-Schlussmann Dominik Oppitz energisch eingreifen, um weitere Gegentore zu verhindern. In der Schlussphase fingen sich die Gäste, auch weil Rahle mit Chris Müller, Kunze und Haci drei frische Kräfte brachte, die die Offensive wieder kräftig ankurbelten. Sadek Haci (82.) und Michael Kunze (85.) „nach einem Konter wie aus dem Lehrbuch“ (O-Ton Rahle) machten den 16. Saisonsieg und vorerst letzten Dreier in der Landesklasse für die Sebnitzer perfekt.

Der SV Wesenitztal, zu dem Uwe Rahle wechseln wird, setzte sich in Weinböhla mit 3:0 durch. Martin Schiefner (15.), Rico Rudolph (55.) und Tilman Neubert (70.) trugen sich in die Torschützenliste ein. In der Tabelle überholte der SVW die Gastgeber und beendet das Spieljahr auf Rang zehn. Wohin es die Trainer Christoph Egerer und Wieland Steps zieht, ist nicht bekannt.