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Dienstag, 15.04.2014

Freispruch im Prozess um FDJ-Symbol

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Der Angeklagte Michael W. am Dienstag in Berlin in einem Verhandlungssaal des Amtsgerichtes Tiergarten.
Der Angeklagte Michael W. am Dienstag in Berlin in einem Verhandlungssaal des Amtsgerichtes Tiergarten.

© dpa

Berlin. Das öffentliche Tragen des Emblems der „Freien Deutschen Jugend“ (FDJ) bleibt für zwei Männer straffrei. Ein Berliner Amtsgericht sah am Dienstag zwar eine Geschmacklosigkeit in dem Auftreten der beiden Angeklagten am Rande einer Gedenkveranstaltung zum Tag des Mauerbaus.

Doch seit 1990 falle einem bei den blauen Hemden mit dem Sonnen-Symbol nur die FDJ-Ost ein, sagte der Richter. Anders als die FDJ-West sei der frühere Staatsjugendverband der DDR aber nicht verboten. Daher wurden die Angeklagten freigesprochen.

Zum Prozess gegen die 39 und 29 Jahre alten Männer war es gekommen, weil sich Teilnehmer der Veranstaltung am 13. August 2012 durch die Aktivisten gestört fühlten. Sie trugen das Blauhemd mit FDJ-Symbol und hatten ein Transparent gegen die Politik der Bundesrepublik entrollt.

Folge war eine Strafanzeige wegen Tragens eines verfassungswidrigen Kennzeichens, da die beiden Männer aus Sicht der Ermittler das Emblem der seit 1951 verbotenen FDJ Westdeutschlands trugen. Dieses ist dem der FDJ-Ost zum Verwechseln ähnlich. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Bürger

    Unglaublich. Die heutige Welt verlangt nach Lösungen und kreativen Gedanken / Handlungen und wir müllen uns mit solchen rückwärtsgewandten Fragen den Kopf zu. Die Hemdträger genau so wie die Richter und Ankläger.

  2. Andreas

    Etwas albern ist diese Sache schon, man sollte sich doch eher freuen, das die linken "Aktivisten" einmal ohne Gewalt aufgetreten sind - so oft passiert das doch nicht...

  3. entejens

    @Bürger: die "hemdträger" haben nichts illegales getan, warum also der vorwurf? die "richter" haben nur ihre arbeit getan, es gab eine anzeige (die warum auch immer als klage zugelassen wurde, wenn klar war, daß es das emblem der DDR-FDJ war) und sie haben nach geltendem recht geurteilt, warum also der vorwurf? die "kläger" haben als einzige das ganze verursacht, konnten aber möglicherweise nicht erkennen, welches emblem an den hemden war. damit sahen sie eine mögliche straftat und stellten anzeige, warum also der vorwurf?

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