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Freitag, 12.07.2013

Freibad Cotta macht wieder auf

Das traditionsreiche Bad an der Hebbelstraße wurde fast zwei Jahre modernisiert. Doch die Stadt hat dabei auch gespart.

Die Stein-Insel am großen Becken des Freibades Cotta wurde neu gestaltet. Landschaftsgartenbauer Stanley Hantsche verfugte gestern letzte Löcher.
Die Stein-Insel am großen Becken des Freibades Cotta wurde neu gestaltet. Landschaftsgartenbauer Stanley Hantsche verfugte gestern letzte Löcher.

© Jörn Haufe

Die kleine Stein-Insel hat noch Löcher. Gartenlandschaftsbauer Stanley Hantsche schmiert die Fugen zu. Am Samstag wird das Freibad Cotta an der Hebbelstraße wiedereröffnet, pünktlich zur 100-Jahr-Feier. Einige Restarbeiten werden aber noch bleiben.

Nach der Saison 2011 wurde das Freibad geschlossen. Eine umfangreiche Sanierung war dringend notwendig. Die Besucherzahlen waren drastisch zurückgegangen, selbst eine Schließung stand zur Debatte. Doch der Stadtrat entschloss sich, zu modernisieren. Das Becken wurde weiter hinten im Bad komplett neu angelegt.

Es ist jetzt mit gut 620 Quadratmeter zwar kleiner als das alte mit seinen rund 900 Quadratmetern, erklärt Projektleiter Knut Häntzschel vom Sportstätten- und Bäderbetrieb, „dafür das Feinste vom Feinsten“. Edelstahl, seicht abfallender Boden und die neueste Aufbereitungstechnik mit Pumpen, Filtern und Chlorgas, das viel dosierter eingesetzt werden kann. Der Einstieg auf der hinteren Seite ist so flach, das sei „wie am Meer“. Besonders kleinere Kinder könnten sich so vom benachbarten, 60 Quadratmeter-Planschbecken auch mal in die größere Badelandschaft trauen. Ansonsten ist die 2,5 Millionen Euro teure Sanierung eher eine „Sparversion“, sagt Häntzschel. Das neue Gebäude am Eingang ist spartanisch eingerichtet. Kasse, Umkleide, Sanitär- und Technikräume vermitteln einen eben so kühlen Charme wie das Behinderten- sowie das Mutter-Kind-Zimmer. Auch auf den Außenanlagen fehlen bis auf große Liegewiesen, die zum Teil mit Rollrasen neu verlegt wurden, sämtliche Sport- und Spielmöglichkeiten.

Die sollen dann nächstes Jahr folgen, verspricht Häntzschel. Was genau, steht aber noch nicht fest. Ansonsten werden die Badegäste im Wasser ihren Spaß haben: Eine 16 Meter lange Breitrutsche lockt genauso wie ein Dreimeter-Turm und ein Einmeter-Sprungbrett. Dazu gibt es eine Schaukelbucht – ein kippbares Rondell für mehrere Personen –, einen Wasserpilz und drei 25-Meter-Schwimmbahnen.

Ursprünglich war geplant, das Freibad bereits am 22. Juni wiederzueröffnen. Da aber reichlich Grundwasser durch die massiven Juni-Regenfälle im Objekt stand, verzögerten sich die Umbauarbeiten. Selbst ab morgen beginnt nur „ein provisorischer Betrieb“, sagt Häntzschel. Weil allerdings durch das Hochwasser die Freibäder Wostra und das Stauseebad in Cossebaude dieses Jahr geschlossen bleiben, „konnten wir nicht länger warten“.

Eröffnung: morgen, 12.30 Uhr, ab 13 Uhr Badfest „100 Jahre Freibad Cotta“, der Eintritt ist frei