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Freitag, 28.09.2018

Finale auf dem Matschenberg

Am Wochenende werden in Weigsdorf-Köblitz die neuen Deutschen Meister ermittelt. Es kommen rund 130 Piloten.

Grit Hennersdorf vom MC Oberlausitzer Bergland (vorn/Nr. 207) überholt hier beim Europameisterschafts-Rennen auf dem Matschenberg im Juni den Tschechen Martin Samohyl (202). Die Hochkircherin sicherte sich am vergangenen Wochenende im italienischen Maggiora den fünften Gesamtplatz – ihr bestes Abschneiden überhaupt bei einer EM-Saison.
Grit Hennersdorf vom MC Oberlausitzer Bergland (vorn/Nr. 207) überholt hier beim Europameisterschafts-Rennen auf dem Matschenberg im Juni den Tschechen Martin Samohyl (202). Die Hochkircherin sicherte sich am vergangenen Wochenende im italienischen Maggiora den fünften Gesamtplatz – ihr bestes Abschneiden überhaupt bei einer EM-Saison.

© Christian Kluge

Autocross. Am Sonnabend und Sonntag gehen auf dem Matschenberg im Cunewalder Ortsteil Weigsdorf-Köblitz die Finalläufe um die Deutschen Meistertitel über die Bühne. Die SZ sprach im Vorfeld mit Frank Prochno, dem 1. Vorsitzenden des gastgebenden MC Oberlausitzer Bergland, über das Rennwochenende und die nächsten wichtigen Termine der Autocrosser.

Herr Prochno, wie viele Fahrer und Fahrerinnen werden bei den Läufen auf dem Matschenberg erwartet und welche Piloten vom MC Oberlausitzer Bergland sind voraussichtlich am Start?

Wir rechnen mit rund 130 Fahrern und Fahrerinnen. Allen voran Grit Hennersdorf, die am vergangenen Wochenende im italienischen Maggiora ihren fünften Platz in der Europameisterschaft 2018 festmachen konnte. Das ist ihr bestes Abschneiden bisher bei einer EM. Auch Henrik Bundesmann wird am Matschenberg am Start sein. Dazu kommt Robert Scholze, der sein Renngerät einsatzbereit hat. Weiterhin hoffen wir auf den Einsatz von Hagen Stübner, Torsten Zimmermann, Marko Gührig, Jasmin Meile, Robert Wiedemuth, Armin Pfalz, Nachwuchstalent Toni Hoyer und Torsten Riedel. Dazu kommt noch unser Junior Finn Lucas Kaiser, der momentan auf Platz elf der DMSJ-Meisterschaft steht. Martin und Richard Wagner werden uns beim ILP-Lauf vertreten.

Wer von ihnen hat Aussichten auf DM-Spitzenplätze am Wochenende?

Unter anderem Armin Pfalz, der in Dauban einen Start-Ziel-Sieg feiern konnte. Und auch Toni Hoyer, der derzeit in der Gesamtwertung der Division 4/5 Dritter ist.

Wie lange laufen beim MC Oberlausitzer Bergland schon die Vorbereitungen auf das DM-Wochenende?

Wir sind direkt nach der EM Ende Juni in die DM-Vorbereitung eingestiegen. Bisher läuft alles nach Plan. Die Eintrittspreise konnten wir trotz gestiegener Kosten teilweise konstant halten. Tickets gibt es wieder ab zehn Euro, ermäßigt ab acht Euro.

Wird es in den nächsten Jahren bei den zwei Rennwochenenden und dem einen Schnuppertag auf dem Matschenberg bleiben oder sind Änderungen geplant?

Die Anzahl der Rennen lässt sich leider nicht erhöhen wegen des Bundesemissionsschutzgesetzes, was solche Veranstaltungen nur an fünf Tagen im Jahr erlaubt. Das ist zwar schade, verleiht den Rennen aber eine gewisse Exklusivität.

Gibt es eventuell andere Neuerungen?

Keine zwei Wochen nach der DM steht die nächste Steckenabnahme der FIA an. Da werden die Weichen gestellt für die nächsten vier Jahre Autocross-Europameisterschaft in der Oberlausitz. Zahlreiche Veränderungen sind geplant. Die Rennstrecken müssen mit den schneller werdenden Rennfahrzeugen Schritt halten.

Konnten Sie in den letzten Jahren neue Sponsoren gewinnen?

Ja, ohne deren Hilfe wären solche Veranstaltungen nicht denkbar. Ein herzliches Dankeschön geht an alle Unterstützer, allen voran unserem Hauptsponsor, der Kreissparkasse Bautzen. Weitere Unterstützung bekommen wir vom ADAC Sachsen, der Bergquellbrauerei Löbau, STL Löbau und BMZ Oberland – um nur einige zu nennen. Für weitere ehrgeizige Projekte werden natürlich noch Sponsoren gesucht.

Interview: Christian Kluge