erweiterte Suche
Freitag, 18.05.2018

Feuerwehrleute können auf Ausgleich hoffen

Mehr als 400 Gäste sind der Einladung des Ministerpräsidenten zum Sachsengespräch gefolgt.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Vertreter der Staatsregierung hatten zum Sachsengespräch ins Tivoli in Freiberg eingeladen.
Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Vertreter der Staatsregierung hatten zum Sachsengespräch ins Tivoli in Freiberg eingeladen.

© Eckardt Mildner

Mittelsachsen. Wo klemmt die Säge? Das wollten Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Mitglieder der Regierung in Gesprächsrunden im Freiberger Tivoli herausfinden.

Nach konstruktiven Diskussionen, bei denen es auch zur Sache ging, nahmen die Minister und Staatssekretäre wichtige Hinweise und einige Hausaufgaben mit nach Dresden.

Einen Schritt in die richtige Richtung bezeichnete der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Mittelsachsen Michael Tatz die Äußerung des Innenministers Professor Dr. Roland Wöller. „Die Feuerwehrleute müssen abgesichert werden, wie die Berufsfeuerwehr. Das heißt, wenn sie sich im Einsatz verletzten, muss es eine Lohnfortzahlung geben. Darüber wolle er mit den Kassen reden“, so Wöller. Seit 2012 erhalten Feuerwehrleute nach einem Unfall bei einem Einsatz keine Mehrleistung.

Der Ausgleich stellte sicher, dass im Einsatz verunfallte Feuerwehrleute bei einer Arbeitsunfähigkeit von länger als sechs Wochen keine finanziellen Einbußen hinnehmen mussten. Das ist seit 2011 nicht mehr der Fall. „Das muss sich ändern“, so Michael Tatz. In Sachen Sicherheit verkündete der Innenminister, dass die Weichen für mehr Polizeibeamte gestellt seien. Allerdings würde es zurzeit noch mehr altersbedingte Abgänge als neue Polizisten geben. Diesem Thema widmete sich auch der Ministerpräsident in seiner Diskussionsrunde.

Ein Bürger fragte ihn, woher die Polizisten denn kommen sollten, wenn mehr in Rente gehen, als an der Polizeischule fertig werden. „Es werden 150 bis 200 Leute mehr ausgebildet als bisher. Im Jahr 2011/23 werden wir 1 000 zusätzliche Polizisten haben. Dann werden wir uns die Sicherheitslage anschauen, ob wir noch mehr brauchen“, sagte Kretschmer. In seiner Runde ging es auch um die Erhaltung des ländlichen Raumes und um Integration. Auch der Justizminister nahm einige Hinweise mit. Dabei ging es um die Lage der Bediensteten im Vollzug, die schwierige Gefangene und zu 28 Prozent Ausländer bewachen müssen.