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Donnerstag, 13.09.2018

Feuerwehrleute fahren mit Spenden in die Ukraine

In Radebeuls Partnerstadt Obuchiv werden sie schon erwartet.

Von Nina Schirmer

Helmut Damm, Frank Zachlod und Steffen Kurtz (von links) sind mindestens 17 Stunden mit den Hilfsgütern unterwegs.
Helmut Damm, Frank Zachlod und Steffen Kurtz (von links) sind mindestens 17 Stunden mit den Hilfsgütern unterwegs.

© Arvid Müller

Radebeul. Mittwochabend sind drei Radebeuler Feuerwehrmänner gemeinsam mit einer Dolmetscherin zu einer langen Tour aufgebrochen: Mit einem voll beladenen Transporter geht es in Radebeuls Partnerstadt Obuchiv in der Ukraine. Jede Menge Spenden haben die Kameraden dabei, darunter ausrangierte Feuerwehrausrüstungen: Jacken, Stiefel, Helme und Gurte. In Obuchiv werden die von den ukrainischen Kollegen dankbar angenommen. „Die Kameraden dort müssen sich ihre Ausrüstung selbst kaufen“, sagt Kamerad Frank Zachlod. „Das ist aber sehr teuer, vor allem wenn man ein kleines Gehalt hat.“ Außerdem bringen die Radebeuler medizinisches Material, eine Behandlungsliege und einen Rollstuhl nach Obuchiv. Seit 19 Jahren besteht der Kontakt zwischen den Feuerwehren inzwischen schon. Steffen Kurtz erinnert sich beispielsweise noch daran, wie sie einmal einen Rollstuhl für eine querschnittsgelähmte Frau mitbrachten. Nach Jahren in der Wohnung konnte die Patientin damit das erste Mal wieder ins Freie.

17 Stunden sind die Radebeuler jetzt unterwegs – wenn es gut läuft. Wenn sie Pech haben, stehen sie lange an der Grenze und kommen viel später an. Bedanken möchten sie sich bei Flack und Schwier sowie beim Rewe von Michel Reimer, die die Kameraden mit Getränken und Lebensmitteln versorgt haben.