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Mittwoch, 08.08.2018

Feuerwehren im Großeinsatz

Ein Laubenbrand in Schirgiswalde griff am Dienstag auf umliegende Grünflächen und ein Feld über. 75 Feuerwehrleute rückten zum Löschen an.

Von Katja Schäfer

Auch Schaum setzten die Feuerwehrleute beim Löschen in Schirgiswalde ein.
Auch Schaum setzten die Feuerwehrleute beim Löschen in Schirgiswalde ein.

© Lausitznews

Schirgiswalde. Für einen großen Feuerwehreinsatz hat ein Brand gesorgt, der am Dienstagmittag von einem Gartengrundstück an der Winterbergstraße in Schirgiswalde ausging. 75 Kameraden von neun Feuerwehren einschließlich der Bautzener Berufsfeuerwehr waren im Einsatz; außerdem Rettungsdienst, Polizei und Brandursachenermittler.

„Aufgrund der großen Trockenheit und des zum Teil starken Windes breitete sich das Feuer rasend schnell aus“, berichtet Mathias Grunert von der Sohlander Feuerwehr, der den Einsatz leitete. Innerhalb kurzer Zeit griffen die Flammen auf mehrere Gartengrundstücke sowie ein abgeerntetes Feld und eine kleine Obstplantage über. Eine Laube nebst Geräteschuppen brannte komplett nieder. Insgesamt war eine Fläche von etwa drei Hektar betroffen, schätzt Mathias Grunert. In Nähe der Straße, die von Schirgiswalde nach Wehrsdorf führt, drohte das Feuer auf Wohnhäuser überzugreifen. „Das konnte zum Glück verhindert werden“, berichtet der Einsatzleiter. Mehrere Schirgiswalder Anwohner der Straße äußerten am Dienstagnachmittag gegenüber der Sächsischen Zeitung ihren „herzlichen Dank an alle Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei dafür, dass sie blitzschnell vor Ort waren und eine Katastrophe verhindert haben“.

Rettungsdienst war mit an der Einsatzstelle

Für die Feuerwehrleute war die Belastung angesichts der ohnehin schon herrschenden Außentemperaturen von über 30 Grad Celsius enorm hoch. Atemschutzgeräteträger mussten aufgrund der großen Hitze innerhalb kurzer Zeit abgelöst werden. „Wir waren froh, den Rettungsdienst vor Ort zu haben. Er konnte sich gleich um die Kameraden kümmern, die unter Überhitzung litten“, sagt Mathias Grunert, der Ortswehrleiter von Sohland ist.

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Nach der Alarmierung gegen 11.45 Uhr hatten die Einsatzkräfte rund vier Stunden lang zu tun. Am Nachmittag wurden sie von Landwirten unterstützt, die mit Güllefässern Wasser auf das betroffene Feld brachten. Bisher gibt es keine Aussagen dazu, was den Brand ausgelöst hat. Die Ermittlungen laufen noch. „Ein Spezialist der Kriminalpolizei wird hierzu seine Untersuchungen führen“, sagt Thomas Knaup, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz. Mathias Grunert appelliert an alle Grundstücksbesitzer, aufgrund der derzeitigen Trockenheit unbedingt auf offenes Feuer zu verzichten. Zugleich sollte jeder akribisch darauf achten und entsprechend Vorsorge treffen, dass es durch Hitze und Sonneneinstrahlung nicht zu Selbstentzündungen kommen kann.

Einen großen Feuerwehreinsatz gab es am Dienstag fast zeitgleich mit dem in Schirgiswalde auch an der Straße zwischen Bischofswerda und Bautzen. Wie Augenzeuge Rocci Klein sagt, brannte eine Böschung auf einer Fläche von etwa 50 mal 20 Metern. Gegen 13 Uhr rückten rund 50 Kameraden von sechs Feuerwehren aus den Landkreisen Bautzen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aus. „Beim Eintreffen der Wehren schlugen Flammen aus dem Straßengraben hoch, zügig breitete sich das Feuer durch den Wind aus“, berichtet Rocci Klein. Da Autofahrer den Brand zeitig gemeldet hatten, konnte eine größere Ausbreitung verhindert werden.