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Samstag, 15.09.2018

Feuer und Flamme für die Jugendwehr

Die Jugendgruppenleiter lassen sich etwas einfallen, um die Treffen interessant zu gestalten. Der Spaß steht im Vordergrund.

Von Sylvia Jentzsch

Ole Pachur, Leon Hittlaus und Fynn Schade von der Jugendwehr Gersdorf demonstrieren einen Löscheinsatz.
Ole Pachur, Leon Hittlaus und Fynn Schade von der Jugendwehr Gersdorf demonstrieren einen Löscheinsatz.

© Lars Hallbauer

Gersdorf. Es ist Sonnabend 9 Uhr. An der Feuerwehr in Gersdorf treffen sich die Mitglieder der Jugendwehr. Sie werden von den Jugendgruppenleitern Robert Prosch und Martin Reinike sowie weiteren Kameraden empfangen. Dann geht es mit dem Feuerwehrfahrzeug und dem Mannschaftswagen zur Schule.

Auf dem Sportplatz sollen die Höhen- und Tiefenrettung geprobt werden. Die zehn Jungs und zwei Mädchen im Alter von acht bis 13 Jahren freuen sich auf jeden Dienst, denn es gibt immer etwas Neues zu erleben und zu erfahren. Dabei geht es nicht nur um das Wissen rund um die Feuerwehr. So waren die Kinder unter anderem im Freibad oder lernten beim Aktionstag Wald etwas über die Tiere, das richtige Verhalten sowie den Umgang mit Feuer. Es gab auch einen Tag der erneuerbaren Energien, an dem die Kinder die Fotovoltaikanlage in Marschwitz, eine Biogasanlage und eine Windkraftanlage näher kennenlernten. „Bei unseren Treffen geht es etwa zu 60 Prozent um die Feuerwehr und zu 40 Prozent um die Umwelt. Viel Wert wird auch auf die sozialen Kompetenzen gelegt“, sagte Robert Prosch. Auch werde eng mit der Harthaer Jugendwehr zusammengearbeitet. Ein besonderer Höhepunkt für die jungen Brandschützer ist die Teilnahme am Zeltlager des Städtebundes. Vor diesem wird immer ein Elterabend anberaumt – zur Information und für einen Jahresrückblick in Bildern. Um noch weitere interessierte Mitglieder zu gewinnen und zu zeigen, was die Jugendwehr alles drauf hat, gab es eine Vorführung beim Langenauer und auch beim Gersdorfer Dorffest. „Die Öffentlichkeitsarbeit ist uns wichtig. So gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Gersdorfer Grundschule“, sagte Prosch.

Der Feuerwehrverein Gersdorf unterstützt die Jugendarbeit mit einem Handgeld. So können zum Beispiel Eintrittsgelder oder der Jahresabschluss finanziert werden. Auch die Spezialschuhe für die jungen Brandschützer kauft der Verein. Aus dem Erlös der Altpapiersammlung wurden zum Beispiel die Feldbetten für das Jugendlager bezahlt. Wer Interesse hat, bei der Jugendwehr mitzumachen, kann drei bis vier Mal am Dienst teilnehmen und sich dann entscheiden, ob es ihm gefällt. Eltern, die ihre Kinder am Feuerwehrgerätehaus zum Dienst abgeben, brauchen sich keine Sorgen zu machen, wie ihre Sprösslinge wieder nach Hause kommen. Denn sie werden von den Feuerwehrleuten nach Hause gebracht – ein Angebot das gern angenommen wird und das sich bewährt hat. „Auch die aktive Gruppe braucht unbedingt Verstärkung. Benötigt wird jede helfende Hand“, so Prosch.

An diesem Sonnabend sollen die Mädchen und Jungen lernen, wie Personen und Tiere gerettet werden, die in einer gewissen Höhe festklemmen. Dafür setzen die Feuerwehrleute eine Puppe in einen Basketballkorb. Es werden zwei Gruppen gebildet und jede muss sich einen Plan überlegen, wie sie die Puppe nach unten bekommt. Auch Grundkenntnisse der Ersten Hilfe sind gefragt. Die erlernen die Kinder nicht nur im Dienst, sondern auch in Zusammenarbeit mit den Johannitern.

Die nächste Altpapieraktion ist für den 20. Oktober geplant. Das Papier wird ab 10 Uhr am Straßenrand in den Ortsteilen Gersdorf, Kieselbach, Neudörfchen abgeholt.