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Freitag, 12.10.2018

Feuer schwelt weiter

An der tschechischen Grenze zur Sächsischen Schweiz ist am Donnerstag ein Feuer entfacht. Das Löschen wird noch mehrere Tagen dauern.

Feuerwehren aus Rosenthal-Bielatal, Königstein und weiteren Orten halfen auf tschechischer Seite.
Feuerwehren aus Rosenthal-Bielatal, Königstein und weiteren Orten halfen auf tschechischer Seite.

© Marko Förster

Rosenthal-Bielatal/Ostrov. Ein Waldbrand auf tschechischer Seite bei Rosenthal-Bielatal hält seit Donnerstag die Feuerwehren der Region in Atem. Am Schneeberg war am Donnerstagnachmittag ein Feuer auf einer Fläche von rund 500 mal 500 Metern ausgebrochen, das zeitweise Gefahr lief, auf die deutsche Seite überzugreifen. Auf einer weiteren, kleinen Fläche brennt es ebenfalls. Neben den tschechischen Einsatzkräften sind deshalb auch Kameraden der deutschen Seite im extrem unzugänglichen Gelände auf dem Plateau bei Ostrov unterwegs. Mit Stand Freitagnachmittag waren rund 100 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Einsatz und knapp 70 tschechische.

Feuerwehr löscht am Schneeberg

Mittlerweile hätten die Einsatzkräfte den Brand zwar unter Kontrolle, informiert Kerstin Rödiger vom Forstbezirk Neustadt. „Die Löscharbeiten werden sich wohl aber noch das ganze Wochenende hinziehen.“ Grund ist der starke Wind, der die Glutnester immer wieder anfacht. Ein Revierleiter vor Ort schätzt ein, das ein Übergreifen auf die Wälder in der Sächsischen Schweiz aber unwahrscheinlich ist. Der Brand schwelt rund 300 Meter von der Ottomühle entfernt.

Kerstin Rödiger berichtet, dass die Rauchentwicklung im Eilandgrund im Bielatal extrem sei. Trotzdem kämen immer wieder Schaulustige in die Nähe. „Wir können nur appellieren, sich in den kommenden Tagen vom Bereich der Ottomühle fernzuhalten.“ Auch der Forststeig, der dort langführt, sollte nicht betreten werden. Die Gefahr für Wanderer sei zu hoch, auch wegen möglicher Rauchvergiftung. Außerdem können jederzeit Bäume umstürzen. Die Wehren aus der Sächsischen Schweiz werden auch in den kommenden Tagen die Kollegen aus dem Nachbarland beim Löschen unterstützen. (mit mf)