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Freitag, 18.05.2018

Feiert Bischofswerda den Aufstieg?

Der BFV gastiert am Sonnabend in Rudolstadt. Patzt Verfolger Leipzig am Freitag, dann reist Bischofswerda als Meister an.

Von Jürgen Schwarz und Christian Kluge

Die Kicker vom Bischofswerdaer FV hatten in dieser Saison oft Grund zur Freude. Hier bejubeln (v. l.) Max Rülicke, Hannes Graf, Robin Huth, Fernando Lenk, Tom Grellmann und Marcel Hänsel ein Tor.
Die Kicker vom Bischofswerdaer FV hatten in dieser Saison oft Grund zur Freude. Hier bejubeln (v. l.) Max Rülicke, Hannes Graf, Robin Huth, Fernando Lenk, Tom Grellmann und Marcel Hänsel ein Tor.

© Bodo Hering

Fußball. Pfingsten 2018 könnte für die Bischofswerdaer Fußballer ein unvergessenes Erlebnis werden. Am 28. Spieltag der NOFV-Oberliga Süd gastiert der BFV beim Tabellensiebenten in Rudolstadt. Auf den ersten Blick ist es sicher nicht das sportliche Highlight in dieser Saison. Doch die Tabellen-Konstellation sagt etwas anderes. Drei Spieltage vor Saisonende führen die Schiebocker die Staffel Süd mit neun Punkten Vorsprung an. Zudem verweist der Tabellenführer gegenüber Verfolger FC International Leipzig auf die um zwölf Treffer bessere Tordifferenz. Was soll dem BFV da noch passieren?

Selbst Trainer Erik Schmidt beginnt seine Spielvorschau nicht mit den Worten „Also rein rechnerisch …“. Vor einigen Wochen war das noch ganz anders. „Ich bekam schon Anfang April, nachdem wir 1:0 bei Inter Leipzig gewonnen hatten, per SMS Glückwünsche zum Aufstieg. Das fand ich dann schon ziemlich daneben.“ Doch nun fehlt seiner Mannschaft nur noch ein Pünktchen – wenn überhaupt.

„Wir fahren nach Rudolstadt und wissen, was Sache ist.“ Schmidt spielt auf die Partie des Tabellenzweiten International Leipzig in Sandersdorf an, die bereits am Freitagabend über die Bühne geht. Verpassen die Leipziger ihren neunten Auswärtssieg, stehen die Bischofswerdaer als Aufsteiger in die Regionalliga fest – noch bevor Schiedsrichter Patrick Kluge (Greiz) die Partie in Rudolstadt am Sonnabend um 14 Uhr anpfeift.

Beim ersten Aufeinandertreffen hatte sich der BFV nach Toren von Tom Hagemann und Marcel Hänsel mit 2:1 durchgesetzt. Die Heimbilanz der Gastgeber ist bemerkenswert, denn keine der 13 Partien endete mit einem Unentschieden (sieben Siege, sechs Niederlagen). Dem setzen die Gäste ihre imponierende Auswärtsbilanz mit 29 von 39 möglichen Zählern entgegen. „Auf Statistiken gebe ich nicht viel, aber gegen das erste Heimremis der Rudolstädter hätte ich wirklich nichts einzuwenden“, meint Erik Schmidt mit einem Augenzwinkern. Und der 38-Jährige wirkt vor diesem Spiel wirklich entspannt.

Großröhrsdorf will ins Finale


Am Pfingstsonnabend finden zudem gleich zwei hochkarätige Pokalspiele im Rödertalstadion Großröhrsdorf statt. Im Sachsenpokalfinale der U 19-Junioren stehen sich ab 14 Uhr der FSV Zwickau und die SG Dynamo Dresden gegenüber. Regionalligist FSV Zwickau qualifizierte sich durch ein 3:2 im Achtelfinale beim FC Erzgebirge Aue, einem 6:1 im Viertelfinale bei der FSV Budissa Bautzen sowie mit dem 3:2 im Halbfinale beim FC Oberlausitz Neugersdorf für dieses Endspiel.

Pokalverteidiger sind allerdings die U 19-Bundesligakicker der SG Dynamo Dresden. Sie setzten sich im Halbfinale mit 5:2 bei VfB Fortuna Chemnitz durch. Die Chemnitzer hatten zuvor die Kicker von RB Leipzig aus dem Rennen geworfen. Die beiden Endspielgegner verbindet seit vielen Jahren neben einer engen Fanfreundschaft auch ein Kooperationsvertrag für eine intensive Zusammenarbeit im Nachwuchsbereich.

Im Anschluss wird ab 17 Uhr der zweite Finalist im Herren-Kreispokal des Westlausitzer Fußballverbandes ermittelt. Der SC 1911 Großröhrsdorf trifft dann auf den DJK Sokol Ralbitz/Horka. Die von Jiri Krohmer trainierten Ralbitzer liegen derzeit im gesicherten Mittelfeld der Kreisoberliga, während das SC-Team von Christoph Klippel seit dem vierten Spieltag die Tabelle anführt. Qualifiziert hat sich Ralbitz/Horka über die Stationen Motor Cunewalde, Königswarthaer SV und mit dem 7:6 nach Elfmeterschießen in Haselbachtal.

Die Rödertaler setzten sich gegen die zweite Mannschaft vom TSV Wachau und die SpG Kubschütz/Hochkirch durch. Zuletzt besiegte der SC 1911 am 2. März die SG Großnaundorf mit 1:0. Im Finale am 23. Juni um 15.30 Uhr wartet dann Kreisligist SV Deutschbaselitz auf den Sieger. Das Team vom Großteich ist diesmal Ausrichter des WFV-Finalwochenendes und hat daher Heimrecht. Deutschbaselitz gewann sein Halbfinale gegen Rammenau Ende April nach Elfmeterschießen mit 5:3.