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Freitag, 12.10.2018

FCO muss gegen den einzigen Drittligisten ran

Von Frank Thümmler

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  • Jakub Moravec erzielte gegen Rot-Weiß Erfurt sein erstes Saisontor und ist hier nur durch ein Foul zu stoppen. Ob er gegen Zwickau wieder trifft?Foto: Florian Richter
    Jakub Moravec erzielte gegen Rot-Weiß Erfurt sein erstes Saisontor und ist hier nur durch ein Foul zu stoppen. Ob er gegen Zwickau wieder trifft?Foto: Florian Richter

Landespokal, dritte Runde.

FC Oberlausitz Neugersdorf – FSV Zwickau

Sa.,13.00

Erstmals greifen am Wochenende die Dritt- und Regionalligisten in den Sachsenpokal-Wettbewerb ein. In Neugersdorf kommt es zur Spitzenpartie dieser Runde, denn der FC Oberlausitz empfängt den einzigen Drittligisten Sachsens, den FSV Zwickau.

Im Vorjahr hatten die Oberlausitzer viel Losglück. Mit dem SV Naunhof, SV Olbernhau (beide Landesklasse), Inter Leipzig (Oberliga) und dem Radebeuler BC (Landesliga) säumten jeweils unterklassige Mannschaften den Weg der Neugersdorfer ins Finale, das bei Chemie Leipzig mit 0:1 verloren ging. Die Leipziger packten ihre Chance beim Schopfe, stehen derzeit in der zweiten Runde des DFB-Pokals und kassierten somit bereits jetzt über 400 000 Euro Antrittsgeld. Bei einem Sieg über den Zweitligisten Paderborn kämen nochmals mehr als 600 000 Euro hinzu. Zahlen, die zeigen, welch große Chance beim Finale in Leipzig verspielt wurde, sich nicht nur national zu präsentieren, sondern auch der Vereinskasse viel Gutes zu tun.

Nun hat sich die Losfee gerächt und dem FCO den dicksten Brocken, der im Topf war, vor die Nase gesetzt. Karsten Hutwelker sieht in diesem Los aber die Herausforderung: „Klar, es ist der stärkste Gegner, den wir ziehen konnten. Aber es ist auch eine Chance. In so einem Spiel können wir als junge Truppe wachsen.“ Mut machen dem Trainer die letzten Auftritte seiner Mannschaft. Von den letzten fünf Heimspielen wurden drei gewonnen. „Wir können durchaus für eine Überraschung sorgen“, glaubt Hutwelker an seine Mannschaft.

Bei den Zwickauern läuft die Saison bisher durchwachsen. Die Mannschaft von Joe Enochs steht derzeit zwar vier Plätze über dem Strich, ist aber punktgleich mit Jena, das momentan auf dem ersten Abstiegsrang liegt. Nach einem guten Saisonstart mit acht Punkten aus den ersten vier Partien kamen in den restlichen sieben Begegnungen nur noch vier Zähler hinzu. Drei davon wurden allerdings vor zweieinhalb Wochen beim damaligen Spitzenreiter KFC Uerdingen entführt. Der FSV gewann mit 2:1 und hat in dieser Saison in jedem seiner fünf Auswärtsspiele getroffen.

Alles in allem dürfen sich die Zuschauer auf eine sehr interessante Partie freuen. Vielleicht pilgern wieder so viele in die Sparkassen-Arena wie vor drei Jahren. Damals sahen 2 108 eine gutklassige und spannende Partie.

FSV 1990 Neusalza-Spremberg – VfB Auerbach 1906So.,14.00

Am Sonntag kommt es auf dem Sportplatz am Hänscheberg in Neusalza-Spremberg zum vorläufigen Höhepunkt der Neusalzer Fußballgeschichte. Dann empfängt der FSV 1990 den Regionalligisten VfB Auerbach 1906 zum Landespokalspiel. Es wird das erste Neusalzer Pflichtspiel gegen einen Regionalligisten sein.

Die Gäste sind klarer Favorit in dieser Begegnung, zumal eine Vielzahl der Gästespieler in Profivereinen groß geworden sind. Die Neusalzer selbst müssen auf wichtige Akteure wie Kapitän Paul Kant (private Gründe), Martin Hädrich und Marius Riedel (beide verletzt) verzichten. Auch der Einsatz von Leitwolf Radek Selinger ist noch fraglich, der Mannschaftsälteste hat aktuell muskuläre Probleme. So wird Trainer André Kohlschütter eine blutjunge Truppe auf das Spielfeld schicken. Die wird versuchen, den haushohen Favoriten ein wenig zu ärgern. Die bekanntesten Gesichter aufseiten des Tabellenvorletzten der Regionalliga sind Marcel Schlosser (ehemals Chemnitzer FC, Carl Zeiss Jena, 1. FC Magdeburg) und Marc-Philipp Zimmermann (ehemals Energie Cottbus, VFC Plauen, Carl Zeiss Jena, FSV Zwickau). Und nicht zu vergessen der ehemalige Profifußballer und aktuelle VfB-Trainer Sven Köhler, welcher bereits als Co- und Juniorentrainer bei der SG Dynamo Dresden arbeitete. Zuletzt blieb sein Team drei Regionalligaspiele in Folge ohne Sieg und steckt als Tabellensiebzehnter tief im Abstiegskampf. Ob das Hauptaugenmerk da auf das Pokalspiel in Neusalza-Spremberg gerichtet ist, wird sich am Sonntag zeigen. (gs)

Fußball, Kreispokal-Achtelfinale

Neun Kreisoberligisten sind noch im Kreispokal vertreten, vier von ihnen bleiben am Sonnabend in jedem Fall auf der Strecke. Vier reine Kreisoberliga-Duelle versprechen eine extra Portion Spannung. Titelverteidiger VfB Zittau hat den SC Großschweidnitz-Löbau zu Gast. Auf dem Bertsdorfer Sportplatz an der Kirche treffen zwei Kreisoberliga-Tabellennachbarn aufeinander. Aufsteiger BSV hat den FSV Kemnitz zu Gast. Beide Teams liegen mit zehn Punkten gleichauf und liebäugeln mit dem Einzug in das Viertelfinale. Der SV Gebelzig schlägt sich als KOL-Aufsteiger mit elf Punkten gut, hat im Pokal nun die Mannschaft aus Olbersdorf zu Gast. RWO liegt in der Tabelle zwar auf Platz 15, hat in der Runde zuvor war aber den SV Neueibau ausgeschalten. Der letzte Kreisoberligist im Bunde ist die SG Blau-Weiß Obercunnersdorf, welche am Samstag zum Kreisliga-Spitzenreiter Gelb-Weiß Görlitz reisen muss.

Ebenfalls am Sonnabend steigt ein spannendes Spiel zwischen den Kreisligisten aus Spitzkunnersdorf und Kodersdorf. Spitzkunnersdorf ist noch gänzlich ohne Niederlage und möchte seine Serie auch gegen die leichtfavorisierte Aufbau-Elf fortsetzen. Am Sonntag ab 10.30 Uhr will der letzte verbliebende Kreisklassen-Vertreter aus Uhyst gegen Deutsch Ossig die nächste Überraschung schaffen. Am Nachmittag will der FSV Oppach dann im Heimspiel gegen den Ligakonkurrenten FSV Kemnitz II als letztes Team das Viertelfinalticket lösen. (stw)