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Mittwoch, 16.05.2018

Falsche Polizisten am Telefon

Erneut haben Kriminelle versucht, Rentnern Bankdaten und Kontostände zu entlocken. Die Polizei warnt eindringlich vor der Masche.

© dpa

Bautzen / Radeberg. Erneut haben Betrüger am Dienstag versucht, Senioren am Telefon nach persönlichen und vertraulichen Informationen auszufragen. 15 Fälle wurden allein von diesem Tag der Polizei gemeldet. Die Täter haben sich als Polizei- beziehungsweise als Kriminalbeamte ausgegeben. Unter anderem haben sie bei verschiedenen Rentnern aus der Ferdinand-Freiligrath-Straße in Radeberg angerufen. Die Unbekannten gaben sich beispielsweise als Mitarbeiter des „LKA Radeberg“ oder der „Kriminalpolizei von Dresden“ aus. Sie berichteten von Einbrüchen und ermittelten Tätern, welche die Anschriften der Angerufenen bei sich hätten. Im Nachhinein versuchten sie Bankdaten, Kontostände und Gewohnheiten zu erfragen. In allen Fällen reagierten die Rentner richtig, ließen sich auf nichts ein und informierten die Polizei.

Polizeibericht vom 16. Mai

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Radler verletzt

Kamenz. Ein Radfahrer wurde am Dienstagvormittag in Kamenz bei einem Unfall leicht verletzt. Der 52-Jährige war vom Fußweg auf die Macherstraße gefahren und dabei mit einem Volkswagen kollidiert.

Lkw gestoppt

Salzenforst. Einen Milchtank-Laster hat die Polizei am Dienstagnachmittag auf der A 4 bei Salzenforst gestoppt. Der Auflieger war in einem desolaten technischen Zustand, unter anderem hatte der Hauptrahmen mehrere Risse. Für den 27-jährigen Fahrer endete die Tour damit.

Getränke gestohlen

Großröhrsdorf. In der Nacht zu Dienstag stahlen Diebe Getränke und einen Akkuschrauber aus einem Keller an der Radeberger Straße in Großröhrsdorf. Der Wert lag bei etwa 240 Euro.

Sattelzugmaschine sichergestellt

Bautzen. Einen Fernfahrer hat die Polizei am Dienstagabend auf der A 4 bei Bautzen gestoppt. Zivilfahnder hatten das Kennzeichen seiner Sattelzugmaschine überprüft. Dabei fiel auf, dass die polnischen Behörden nach dem Volvo fahndeten. Der Lkw war zur Sicherstellung ausgeschrieben. Die Beamten ließen den Sattelzug an einem sicheren Ort abstellen und informierten die polnische Polizei. Der rechtmäßige Eigentümer kann den Volvo abholen. Der Fernfahrer durfte nach einer Befragung am Abend weiterreisen. Wie seine Spedition in Besitz der Zugmaschine gekommen ist, wird die polnische Polizei weiter ermitteln.

Medizinischer Notfall

Arnsdorf. Sanitäter und eine Streife des Reviers Kamenz sind am Dienstagnachmittag am Arnsdorfer Bahnhof einem Mann zur Hilfe geeilt. Der 36-Jährige befand sich offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation. Die Helfer beruhigten den Mann und überzeugten ihn, sich ärztlich behandeln zu lassen.

Zu schnell gefahren

Geißmannsdorf. Die Einhaltung der Maximalgeschwindigkeit von 70 Stundenkilometern hat die Polizei am Dienstag viereinhalb Stunden lang auf der B 98 zwischen Rammenau und Bischofswerda, am Abzweig Geißmannsdorf, kontrolliert. Von zirka 1 700 Fahrzeugen waren 47 zu schnell. Der negative Spitzenreiter war mit Tempo 101 unterwegs. Dem Fahrer drohen 120 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Auch im Görlitzer Stadtgebiet sind Senioren am Dienstagnachmittag von mutmaßlichen Betrügern angerufen worden. Die Täter gaben sich als Angehörige aus und verlangten mit geschickten Formulierungen Geld für etwaige Anzahlungen eines Hauskaufes. Auch hier haben die Betroffenen richtig reagiert und sind nicht auf Geldforderungen eingegangen.

Die Kriminalpolizei ermittelt zu den Betrugsmaschen intensiv und rät, keinem Fremden am Telefon persönliche Daten oder Lebensgewohnheiten preiszugeben: „Lassen sie sich auf keine Bargeldzahlungen ein und informieren sie bei Verdacht umgehend die Polizei.“ (SZ)