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Freitag, 09.11.2018

Falls es schneit

Der Bauhof erwartet den Winter – ab dem 9. November gibt es einen Bereitschaftsdienst.

Oberbürgermeister Olaf Raschke lässt sich von Bauhofleiter Steffen Petrich erklären, wie sich der Bauhof auf den Winter vorbereitet hat.
Oberbürgermeister Olaf Raschke lässt sich von Bauhofleiter Steffen Petrich erklären, wie sich der Bauhof auf den Winter vorbereitet hat.

© Andreas Weihs

Meißen. Wie in jedem Jahr wappnet sich der Bauhof, um das Leben in der Stadt auch bei Eis und Schnee am Laufen zu halten. Der Bereitschaftsdienst beginnt am 9. November und endet im Normalfall am 22. März kommenden Jahres.

Wann wird der Winterdienst aktiv?
Bei winterlichen Bedingungen sind von vier bis 20 Uhr zwei Fahrzeuge vom Typ Unimog und zwei Multicars jeweils mit Feuchtsalzstreuer und Schneepflug für das Meißner Straßennetz sowie ein Fahrzeug mit Splitt-Streuer für die Gehwege an städtischen Liegenschaften, Parkanlagen und auf Brücken im Einsatz. Die täglichen aktuellen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes für das Gebiet Elbtalniederung und Stadtgebiet Meißen werden zur Einsatzplanung herangezogen.

Wo wird zuerst beräumt und gestreut?
Die Tourenpläne sind so aufgebaut, dass gefährliche, wichtige und unübersichtliche Stellen, sowie die Busstrecken (damit die Chance besteht, dass die Meißner Einwohner auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen können) zuerst befahrbar sind, bevor das Nebenstraßennetz mit zwei Multicars bedient wird. Treten extreme Witterungseinflüsse auf, wie Blitzeis oder lang anhaltender Schneefall, so greift ein Prioritätenplan, der sicherstellt, dass die wichtigsten Verkehrsadern, etwa der Plossen, die Dresdner und Niederauer Straße oder die Anschlüsse zum S-Bahn-Netz, zum Busbahnhof und die Zufahrt zum Krankenhaus befahrbar bleiben.

Werden alle Straßen freigehalten?
Natürlich ist das der Anspruch des Winterdienstes. Aber die Einsatzleitung bittet auch in diesem Jahr die Anwohner der Meißener Höhenlagen – z. B. Zum Roten Gut, Auf der Höhe, Kanonenweg, Boselweg, Bockwener Weg, Winkwitz und Dobritz – um Verständnis, dass bei Schneefall mit Wind die Erfolgsaussichten auf freie Straßen – trotz aller Bemühungen – meist gering sind. Wenn die Verbindungsstraße von der B 101 nach Dobritz nicht freigehalten werden kann, wird sie für Fahrzeuge gesperrt. Eine Zufahrt ist vom Buschbad zum Dobritzer Berg möglich.

Gibt es winterliche Parkverbote?
Ja. Um den Winterdienst an der Sonnenleite durchführen zu können, ist im Bereich der Hausnummern 5 bis 15 von November bis März das Parken nicht erlaubt, damit die Einsatzfahrzeuge bei Schnee- oder Eisglätte ungehindert durch die ohnehin schmale Straße durchfahren können. Das Gleiche trifft für den oberen Parkplatz zu: Um ein problemloses Wenden des Streufahrzeuges zu ermöglichen, ist an einem Stellplatz Parkverbot. Bei Nichtbeachtung des Parkverbotes befährt kein Winterdienstfahrzeug die Sonnenleite. Auch an der Mönchslehne sind Parkverbotsflächen gekennzeichnet.

Werden Schneezäune gestellt?
An den Straßen mit einer Gefährdung von Schneeverwehungen werden insgesamt 775 Meter Schneezaun aufgestellt. Die Standorte sind Winkwitzer Straße, Rottewitzer Straße, Eichberg, Proschwitzer Straße, Kanonenweg, Dobritzer Berg, Bockwener Weg und Stadtblick.

Was müssen Anwohner beachten?
Schnee bitte nicht auf die Straße schieben, sondern auf der Bordsteinkante des Gehweges ablagern. Die Winterdienstfahrzeuge schieben diesen sonst wieder auf den Gehweg. Informationen zur Straßenreinigungssatzung und die Tourenpläne finden sich unter www.stadt-meissen.de. (SZ/ul)