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Montag, 05.11.2018

Ex-Auerbacher erzielt BFV-Siegtor

Bischofswerda beendet seine Serie von Niederlagen mit einem Heimsieg. Kötzsch wird gefeiert. Budissa unterliegt Hertha BSC II.

Von Jürgen Schwarz

Luftzweikampf zwischen dem Bautzener Mateusz Ciapa (links) und Jordan Torunarigha. Für die Budissen gibt es in Berlin allerdings nichts zu holen.
Luftzweikampf zwischen dem Bautzener Mateusz Ciapa (links) und Jordan Torunarigha. Für die Budissen gibt es in Berlin allerdings nichts zu holen.

© Torsten Zettl

Fußball-Regionalliga. Besser kann man ein Drehbuch auch nicht schreiben. In der Sommerpause wechselte Philipp Kötzsch vom VfB Auerbach zum Aufsteiger nach Bischofswerda. Acht Jahre hatte Kötzsch für den VfB die Töppen geschnürt, war Kopf und Kapitän der Mannschaft. Am Sonnabend trafen beide Vereine im Wesenitzsportpark aufeinander. Die Schiebocker beendeten ihre Niederlagenserie (fünf Spiele, 1:14 Tore) und gewannen mit 1:0 (1:0). Das Tor des Tages vor 245 Zuschauern erzielte Philipp Kötzsch in der 26. Minute.

„Wir haben sehr gut verteidigt und hatten einen Super-Torwart. Außerdem war auch das Spielglück endlich wieder mal auf unserer Seite“, strahlte BFV-Trainer Erik Schmidt – der auf seinen verletzten Kapitän Dominic Meinel verzichten musste – nach dem Abpfiff. Tatsächlich war der Bischofswerdaer Torhüter Oliver Birnbaum der beste Akteur auf dem Platz. Felix Lietz, Marcin Sieber und Vaclav Heger fanden in dem 29-Jährigen ihren Meister. Auf der Gegenseite verpasste Tomas Petracek seine beiden Möglichkeiten, Cellarius verzog aus der Distanz. „Diesmal hat eben der Glücklichere in diesem kampfbetonten Spiel gewonnen“, konnte Gäste-Coach Sven Köhler seinen Schützlingen kaum einen Vorwurf machen. „Wir hätten allerdings aus unseren Standards mehr machen müssen.“

Die Schiebocker sind am kommenden Sonntag beim VfB Germania Halberstadt zu Gast (0:4 bei Viktoria Berlin), während in Bautzen das Derby gegen den FC Oberlausitz steigt. Die Neugersdorfer unterlagen im Heimspiel dem Tabellenzweiten Berliner AK mit 0:4 (0:1). Die Budissen reisten am 15. Spieltag zur Bundesliga-Reserve von Hertha BSC und verloren vor 291 Zuschauern mit 0:3 (0:0).

Die Spreestädter, die ohne Tony Schmidt (Gelbsperre) auskommen mussten, verzeichneten die erste verheißungsvolle Aktion durch Niclas Treu (8.), aber Herthas Keeper Jonathan Klinsmann hatte keine Mühe. Danach aber marschierten die jungen Berliner unaufhörlich und setzten Bautzen gehörig unter Druck. Vor allem Bundesliga-Profi Alexander Esswein, der im Spieljahr 2010/11 bei Dynamo Dresden unter Vertrag stand, sorgte für viel Unruhe im Strafraum der Gäste. Die „dickste“ Gelegenheit vor der Pause verzeichneten aber die Gäste durch Johann Weiß, dessen Kopfball der junge Klinsmann nur mit großer Mühe entschärfen konnte (32.). So blieb es doch beim 0:0.

Budissa kassiert zwei schnelle Tore


Die Bautzener hatten sich zur zweiten Halbzeit noch gar nicht richtig formiert, da lagen sie schon mit 0:2 im Hintertreffen. Tony Fuchs (52.) und Sidney Friede (55.) brachten die Herthaner auf die Siegerstraße. Auf der Gegenseite war Michael Schlicht mit einem Distanzschuss an Klinsmann gescheitert (53.). Budissa musste danach höllisch aufpassen. Esswein (57.), Florian Krebs (59.) und Friede (66.) vergaben weitere hochkarätige Möglichkeiten, ehe Pal Dardei für den 3:0-Endstand sorgte (84.). Zu allem Überfluss sah Johann Weiß nach einem Foul an Will Siakam in der Schlussminute auch noch die Rote Karte.

Die Auslosung der Viertelfinalpartien im Landespokal hatten beide Vereine mit sehr unterschiedlichen Reaktionen aufgenommen. „Ein geiles Los, davon habe ich geträumt“, strahlte Budissas Tony Schmidt, der 2008 vom FV Dresden 06 Laubegast zu Dynamo Dresden gewechselt war. Nun kehrt er nach zehn Jahren mit Budissa zurück. Die Laubegaster spielen inzwischen in der 7. Liga.

Das wohl schwerste Los nach Drittligist FSV Zwickau (gastiert in Kamenz) zogen die Bischofswerdaer mit Liga-Kontrahent Chemnitzer FC. Der souveräne Viertliga-Spitzenreiter baut zudem auf den Heimvorteil, was zumindest eine vierstellige Zuschauer-Kulisse garantiert. Gespielt werden soll am 17. oder 18. November. Eine Woche später gastieren die Himmelblauen dann zum Punktspiel in Bischofswerda.

Bischofswerda: Birnbaum - Cermak, Käppler, Heppner, Kießling (46. Rülicke), Klotke, Cellarius, Kötzsch, Gries (76. Sonntag), Zille und Petracek (88. Graf).

Budissa: Ebersbach - Patka, Weiß, Krahl, Hoßmang, Wockatz (86. Dartsch), Ciapa, Krautschick (62. Bär), Treu (75. Merkel), Schlicht und Bönisch.