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Freitag, 19.10.2018

Ewiges Duell geht eine Klasse höher weiter

Von Frank Thümmler

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  • Der Oderwitzer Hendrik Junior versucht sich gegen Weißwassers Ben Pohling (links) durchzusetzen. Das Bild wurde vor zwei Jahren in der Kreisoberliga aufgenommen. Am Sonnabend stehen sich dieselben Spieler in der Landesklasse gegenüber. Foto: tompic
    Der Oderwitzer Hendrik Junior versucht sich gegen Weißwassers Ben Pohling (links) durchzusetzen. Das Bild wurde vor zwei Jahren in der Kreisoberliga aufgenommen. Am Sonnabend stehen sich dieselben Spieler in der Landesklasse gegenüber. Foto: tompic

Regionalliga Nordost

FC Oberlausitz Neugersdorf (8.) – VfB Germania Halberstadt (12.)Sa.,13.30

Nach dem knappen Pokal-Aus gegen den Drittligisten FSV Zwickau empfängt der FCO am Sonnabend Halberstadt. Schiedsrichter Wilske wird zwei Mannschaften aufs Feld führen, deren Gesicht sich seit ihrem letzten Aufeinandertreffen im April dieses Jahres nahezu komplett verändert hat. Von den 28 Akteuren, die beim 3:1-Sieg der Oberlausitzer auf dem Platz standen, sind beim FCO noch sieben und bei der Germania gerade einmal noch vier Spieler im Kader. Die Halberstädter vollzogen im Sommer einen Kurswechsel weg vom Profifußball. Dafür wurden ausschließlich junge Spieler verpflichtet, die alle um die 20 sind. Auch auf der Trainerposition wurde stark verjüngt. Der erfahrene Andreas Petersen wechselte ins Management des Vereins, dafür sitzt nun der gerade einmal 29-jährige Maximilian Dentz auf der Bank. Derzeit steht seine Mannschaft auf Rang zwölf, hat aber auch nur einen Punkt Vorsprung vor dem Vorletzten Auerbach. Trotzdem machte Germania mit spektakulären Siegen beim BFC (5:0) sowie in Leipzig (1:0) auf sich aufmerksam, darf also nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das weiß auch Karsten Hutwelker, der den Halberstädtern einen „jugendlich-frischen Stil, der offensiv ausgelegt ist“ bescheinigt.

Der Auftritt der Neugersdorfer im Pokal sowie der Auswärtssieg in Auerbach vor zwei Wochen sollten für das Halberstadt-Spiel Mut machen. Rückenwind kommt zudem von der Statistik, die Oberlausitzer sind zu Hause seit fünf Spielen ungeschlagen und haben in der Regionalliga auch noch nie gegen Germania in der Sparkassen-Arena verloren. Allerdings werden Sabri Vaizov, Robert Koch und Josef Marek verletzungsbedingt nicht mit von der Partie sein. (jk)

Landesliga

SG Taucha 99 (15.) – FSV 1990 Neusalza-Spremberg (5.)Sa.,15.00

Die Neusalzer müssen am Sonnabend zum Tabellenvorletzten nach Taucha, wo es zum Duell der beiden Aufsteiger, welche nicht Staffelsieger wurden, kommt. Die FSV-Kicker sind etwas besser in die Saison gestartet und haben bereits zwölf Zahler auf dem Kontor. Taucha konnte auf heimischen Boden noch gar kein Saisonspiel gewinnen, der einzige Sieg stammt vom Auswärtsspiel beim SV Olbernau. Die Neusalzer sollten den Gegner dennoch nicht unterschätzen – so wie vor einigen Wochen bei der 3:2 (2:1)-Auswärtsniederlage in Riesa, als Einstellung und Einsatzbereitschaft so gut wie gar nicht vorhanden waren. Diesmal wollen die FSV-Kicker wieder ein anderes Auswärtsgesicht zeigen. Fehlen werden bei diesem Unterfangen allerdings wichtige Spieler wie Marius Riedel und Radek Selinger (beide verletzt), sowie Christoph Arlt und Tommy Hentschel (private Gründe). Zudem wurde Radoslaw Sarelo nach seiner Roten Karte im Auswärtsspiel in Riesa für zwei Meisterschaftsspiele gesperrt. Der personelle Engpass bereitet dem Neusalzer Cheftrainer André Kohlschütter etwas Kopfzerbrechen, ist aber auch die Chance für andere, sich in den Fokus des Trainers zu spielen. Mit diesem gesunden Konkurrenzdenken im Team sind vielleicht auch Punkte in Taucha möglich – aber nur wenn die FSV-Mannschaft wieder eine Topleistung abliefert und engagiert zu Werke geht. (gs)

Landesklasse Ost

FSV Oderwitz 02 (6.) – VfB Weißwasser (4.)Sa.,15.00

Nachdem nun auch Weißwasser das Pokal-Aus ereilte, reist der VfB in der Liga zum FSV Oderwitz 02 – jener Mannschaft, die sich über Jahre in der Kreisoberliga mit den Schwarz-Weißen duellierte. Gerade in der Saison 2016/17 gingen beide Mannschaften als Topfavoriten in die Saison. Am Ende setzte sich die Qualität der Oderwitzer durch, und die Mannschaft aus dem Oberland stieg verdient in die Landesklasse auf und verwies die Weißwasseraner auf Platz zwei. Da die Mannschaft vom Turnerheim in der Folgesaison jedoch nachzog, trifft man nun eine Liga höher erneut aufeinander. Es könnte ein ungleiches Duell werden, denn die Oderwitzer sind bisher unbesiegt, und den Trainern des VfB steht nur wenig Personal zur Verfügung. Mindestens acht Spieler können der Mannschaft nicht aktiv auf dem Platz helfen. Das Spiel leitet Schiedsrichterin Jennifer Zeuke. (sk)

FC Oberlausitz Neugersdorf II (2.) – SV Fortuna Trebendorf (13.)So.,15.00

Ein Punkt gegen Dresden-Striesen, ein Sieg in der Verlängerung beim Erzgebirskreisoberligisten Crottendorf im Sachsenpokal – die Trebendorfer können zumindest aus den jüngsten Ergebnissen Zuversicht schöpfen. Dabei war die Spielweise zuletzt noch recht weit von dem entfernt, was sich Trainer Holger Fandrich vorstellt. Ob die Mannschaft da am Sonntag in Neugersdorf den nächsten Schritt macht? Er wäre nötig, wenn die Fortuna die Überraschung schaffen und im Oberland punkten will. (SZ)

Kreisoberliga

Das Spitzenfeld der Kreisoberliga könnte sich am Wochenende weiter ausdünnen. In der Zittauer Weinau trifft am Sonnabend der Dritte auf den punktgleichen Vierten. Der VfB Zittau und die Spielvereinigung aus Holtendorf wollen natürlich am Spitzenduo dranbleiben.

Der Spitzenreiter aus Neueibau muss auswärts beim SC Großschweidnitz-Löbau antreten. Arg personell gebeutelt, rutschte der Sportclub in den vergangenen Wochen nach gutem Start bis in den Abstiegskampf hinein. Neueibau will natürlich so lange wie möglich den Platz an der Sonne verteidigen. Zu einem durchaus brisanten Aufsteigerduell kommt es bereits zur Mittagszeit. Die Oderwitzer Reserve hat den Bertsdorfer SV zu Gast. Ein Kellerduell steigt in Herrnhut auf Kunstrasen, wo der Elfte aus Obercunnersdorf den Vorletzten aus Olbersdorf empfängt.

Am Sonntag steht der Abstiegskampf im Mittelpunkt. Der SV Gebelzig und der FSV Kemnitz können sich dabei auf fremden Plätzen weiter absetzen, während die Gastgeber den Anschluss schaffen wollen. Friedersdorf kann bei einem Heimsieg seinen Konkurrenten aus Gebelzig in der Tabelle überholen.