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Donnerstag, 11.10.2018 Kommentar

Es wird Zeit, dass die Millionen fließen

Andrea Schawe über die Investitionen in Sachsens Schulen.

SZ-Reporterin Andrea Schawe
SZ-Reporterin Andrea Schawe

© Thomas Schlorke

Zu einem fortschrittlichen Bildungssystem gehören nicht nur gute und genügend Lehrer, sondern auch sanierte, moderne Schulgebäude. Daran, genügend Lehrer zu finden, arbeitet die Regierung mit Hochdruck. Die Gebäude wurden zum Teil sträflich vernachlässigt. Schimmel an den Wänden, undichte Fenster, veraltete Sanitäranlagen, kein Brandschutz: Manche Schüler lernen unter katastrophalen Bedingungen. Und die Kommunen konnten es sich jahrelang nicht leisten, ihre Schulen zu sanieren.

Gut, dass sowohl das Land als auch der Bund erkannt haben, dass sich etwas ändern muss. Schon beim Programm „Brücken in die Zukunft“ setzten Städte und Gemeinden einen klaren Schwerpunkt: 128 Millionen Euro flossen in die Schulen. Die Bundesregierung hat im Sommer 2017 extra das Grundgesetz geändert, um direkte Hilfen für finanzschwache Kommunen möglich zu machen. Nun fließen zusätzlich 200 Millionen Euro in die Schulinfrastruktur. In Zeiten steigender Steuereinnahmen sind solche Investitionen dringend notwendig. Auch, weil der Freistaat nicht ewig mit so hohen Fördermitteln rechnen kann.

Allerdings wird das nicht reichen. Nicht alle Schulen können saniert werden, viele nur langsam, weil sich manche Kommune den Eigenanteil nicht leisten kann. Steigende Schülerzahlen führen schon heute dazu, dass in den Großstädten neue Schulen gebaut werden müssen. Dazu kommen noch Herausforderungen wie Digitalisierung und Inklusion.