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Mittwoch, 14.03.2018

Es wird wieder gebaut in Kiebitz

Der Frost ist vorüber, die Arbeiten gehen voran. Die Agrar AG will das Rückhaltebecken beräumen.

Von Eric Mittmann

Seit Montag geht der Straßenbau in Kiebitz wieder voran. Derzeit wird an den Einfriedungsmauern gearbeitet, „wo die witterungsbedingte Bauunterbrechung eingesetzt hat“, hieß es vonseiten des Landratsamtes.
Seit Montag geht der Straßenbau in Kiebitz wieder voran. Derzeit wird an den Einfriedungsmauern gearbeitet, „wo die witterungsbedingte Bauunterbrechung eingesetzt hat“, hieß es vonseiten des Landratsamtes.

© Dietmar Thomas

Ostrau. Der Bagger läuft und auch die ersten Steine liegen bereits an Ort und Stelle. Es tut sich wieder etwas an den Baustellen in Kiebitz. Nachdem das Vorhaben zuletzt aufgrund der anhaltenden Kälte unterbrochen werden musste, geht es seit Montag wieder voran. „Die Baufirma hat wieder die Arbeiten für den Straßenbau aufgenommen. Es wird weitergearbeitet an den Einfriedungsmauern, wo die witterungsbedingte Bauunterbrechung eingesetzt hat“, erklärt Cornelia Kluge, Pressereferentin des Landratsamtes.

Einigen Kiebitzern dürfte dies sehr entgegenkommen. Bereits während der letzten Ortschaftsratssitzung waren Stimmen laut geworden, warum die Mauern abgebaut werden mussten, wenn kurz darauf die Arbeiten stillstehen. „Irgendwann fährt uns noch jemand aufs Grundstück“, hieß es damals. Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) antwortete darauf: „Es wurden die Arbeiten gemacht, die gemacht werden konnten. Jetzt ist alles eingefroren, aber der Bau geht in der elften Kalenderwoche weiter.“ Dieses Versprechen wurde nun eingehalten.

Seit dem 8. Februar mussten die Arbeiten in Kiebitz witterungsbedingt ruhen. Bereits zuvor wurde das Projekt jedoch immer wieder aufgrund schlechter Wetterverhältnisse unterbrochen (DA berichtete). Die Gemeinde Ostrau hatte indes ein Grundstück erworben und die darauf befindlichen Gebäude abreißen lassen, um die Arbeiten so zu erleichtern. Wäre das Haus stehengeblieben, hätte auf der Gegenseite der Hang abgetragen und die Erdkeller zurückgebaut werden müssen. Durch den Abriss würde der Herstellungs- und Kostenaufwand für die ursprünglich geplante Stützmauer – veranschlagt waren 120 000 Euro – erheblich sinken.

Insgesamt sollen sich die Kosten für den Straßenbau auf geschätzte 965 000 Euro belaufen (Stand: Juni 2017). Die Gemeinde Ostrau beteiligt sich dabei an der Errichtung von Stützmauern mit insgesamt 150 000 Euro und übernimmt zudem den Bau eines etwa einen Kilometer langen Fußweg für 294 300 Euro, sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung für 160 500 Euro.

Nach dem Ausbau der Ortsdurchfahrt soll die Fahrbahnbreite vom Ortseingang bis zum Abzweig Töllschütz durchgehend 5,50 Meter betragen. Gebaut wird auf einer Länge von 695 Metern. Hinzu kommt der Gehweg mit einer Breite von durchschnittlich 1,50 Metern.

Auch das Problem mit dem Rückhaltebecken soll in Kürze behoben werden. Während der Ortschaftsratssitzung waren dazu noch Diskussionen ob der Zuständigkeit aufgekommen, weil die für das Becken verantwortliche Agrar AG angeblich gefordert hatte, dass die Gemeinde ein Multicar zu Verfügung stellt. „Ich habe die Zusage von der Agrar AG, dass sie das aus ihren Kosten beheben“, erklärte Schilling.

Wolfgang Hirsch, Geschäftsführer der Agrar AG bestätigte dies nun. „Das Becken wird demnächst von uns geräumt. Das habe ich versprochen und daran halten wir uns auch.“

Weil sich im Becken Sedimente ablegen, konnte das Wasser zuletzt nicht mehr ordnungsgemäß ablaufen und war übergetreten. „Das Becken haben wir gebaut und darum kümmern wir uns. Zur Not räume ich es eben selbst. Das habe ich vor ein paar Jahren auch schon gemacht“, so Hirsch.