erweiterte Suche
Mittwoch, 04.07.2018

„Es wird nicht einfacher“

Ulf Seeger spielt mit dem Frauenteam des VfL Waldheim 54 ab sofort in der Verbandsliga West.Foto: Braun
Ulf Seeger spielt mit dem Frauenteam des VfL Waldheim 54 ab sofort in der Verbandsliga West.Foto: Braun

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Ulf Seeger, nachdem Sie die zweite Frauenmannschaft des Vereins trainierten, haben Sie nach der vergangenen Saison das Verbandsligateam übernommen. Keine leichte Aufgabe, oder?

Eine leichte Aufgabe nicht, aber man stellt sich seinen Herausforderungen. So lange es noch keine Ausfälle von verletzten oder schwangeren Spielerinnen gab, hatten wir uns in der ersten Halbserie auf Platz vier ganz gut eingefunden. Dann kamen Verletzungen von Anja Wadewitz, Franziska Rühle, Yvonne Fahnert und die Schwangerschaft von Franzi Kirchner. Und da waren gleich mal vier Stammkräfte, die fester Bestandteil der Mannschaft sind, weg.

Der Plan war, aus zwei Mannschaften eine zu formen, warum ist dieser nicht aufgegangen?

Eigentlich sollten die jungen Spielerinnen der zweiten Mannschaft ins Team eingebaut werden. Aber die haben sich am Ende nicht durchgebissen oder teilweise auch durchbeißen wollen. Und so standen wir letztendlich mit dem Kader der ersten Mannschaft da, der am Ende zu klein war.

Inwieweit hat das Motivation gekostet, teilweise mit nur sieben Spielerinnen durch Sachsen reisen zu müssen?

Nicole Natzschka, kam dann wieder, Spielerinnen aus den Rippen konnten wir uns auch nicht schneiden. Der Rest hat versucht, das Beste draus zu machen und das ist mit viel Kampfkraft auch gelungen. Aber es ist natürlich schwer, Leute zu ersetzen, die zum Stamm gehören.

Ziel war ein Platz im vorderen Mittelfeld, am Ende stand Platz neun zu Buche. Wie zufrieden waren Sie damit unter den gegebenen Umständen?

Wenn man die Saison mit dem Verletzungspech und den langen Trainingsausfällen wegen der in den Ferien stets geschlossenen Halle sieht, bin ich eigentlich unter dem Strich komplett zufrieden. In manchen Spielen gesellte sich das Pech hinzu. Wir hätten mit diesen Punkten noch ein, zwei Plätze nach oben rutschen können. Letztendlich musste man natürlich zufrieden sein, wie es gelaufen ist und dass wir am Ende den Abstieg noch erfolgreich umschifft haben.

Eigentlich hatte die Mannschaft den Klassenerhalt vier Spieltage vor Saisonende sicher, doch dann standen Strukturreformen im Raum?

Es wäre wohl auch ein bisschen viel des Guten, wenn wir innerhalb von zwei Jahren zweimal hätten zwangsabsteigen müssen. Es wird aber weiter zwei Verbandsligen geben und so stand der Klassenerhalt für uns dann doch nicht zur Disposition.

Ihre Mannschaft wird von der Ost- in die Weststaffel wechseln. Was erwarten Sie davon?

Es ist ein ganz neues Gebiet für uns. Wie es mal hieß, dass die Weststaffel schwerer als die Oststaffel zu bespielen sei, das ist wohl auch nicht mehr der Fall. Das haben wir auch durch Trainingsspiele gemerkt. Ich glaube, dass sich beide Staffeln nichts mehr nehmen.

Was wird die Zielstellung sein?

Es hat ein paar Abgänge gegeben und entsprechend müssen wir sehen, was herauskommt. Wenn aber jeder an seine Leistungsträger geht, dann hat man immer eine Chance. Da noch ein paar Leistungsträgerinnen aufhören, muss sich jede Spielerin fragen, was sie will.

Welche Spielerinnen hören auf?

Jule Nahler ist nach Döbeln gegangen, außerdem hören Kati Kater, Gina Gottwald und Cindy Hochmuth auf.

Gibt es Verstärkungen?

Lisa Stöcklein aus Hof, Lisa Tix von Muldental, Elisabeth Schmale nach Babypause und auch Cindy Schuricht beginnt wieder. Wir müssen aus der Situation das Beste machen, wobei der Klassenerhalt ganz klar im Vordergrund steht. Es wird nicht einfacher.

Es fragte: Dirk Westphal