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Freitag, 20.07.2018

„Es ist einfach der besondere Kick“

Viele Tore pro Saison sind sein Markenzeichen: Rene Kögler. Foto: SGK
Viele Tore pro Saison sind sein Markenzeichen: Rene Kögler. Foto: SGK

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Kreinitz. Seit Jahren schon ist Rene Kögler der Torjäger schlechthin im Meißner Kreisfußballgeschehen. In der vergangenen Saison eroberte sich der 31-jährige Riesaer mit 39 Punktspieltoren souverän die Schützenkanone in der Kreisoberliga. Der Zweitplatzierte Andre Salomon vom Meißner SV folgt mit 22 Treffern schon mit respektvollem Abstand. Mit seinem Verein SG Kreinitz landete Kögler in der Endabrechnung der Saison 2017/18 auf einem respektablen dritten Tabellenrang. Im Interview spricht der Toregarant über die Saison nach dem Abstieg aus der Landesklasse Mitte und über seine nimmermüde Lust am Toreschießen.

Herr Kögler, Glückwunsch zur Torjägerkanone! 39 Punktspieltore sowie sieben Treffer im Pokal sind eine glänzende Ausbeute. Wie fühlt man sich als Schützenkönig?

Danke, sehr gut. Ich freue mich natürlich, wenn es mit dem Tore schießen so gut funktioniert. Es ist einfach der besondere Kick, der für mich persönlich zum Fußballspielen eben dazugehört. Ich habe noch immer unheimlichen Spaß am Fußball und freue mich über jedes Tor.

Wird man da auch mal eigensinnig, will unbedingt noch den 40. Treffer machen?

Ich bin im Lauf der Jahre schon etwas ruhiger geworden. Für mich ist es vor allem wichtig, dass wir als Mannschaft gewinnen. Wer die Tore letztlich macht, ist dabei zweitrangig. Ich bin da wirklich nicht verbissen, dass ich nun unbedingt immer selbst treffen will. Wir sind ein Team und gewinnen oder verlieren gemeinsam. Mohamad Abdalla hat auch zehn Treffer beigesteuert, Alex Pätzold war fünfmal erfolgreich. Darüber freue ich mich genauso wie über die eigenen Tore.

Schaut man sich alle fünf Kreisoberligen der Region an, dann wurden Sie nur noch von Axel Buder vom VfB Weißwasser übertroffen. Er markierte 44 Treffer. Wurmt Sie das?

Nein, auf keinen Fall. Ganz erhlich, darauf habe ich bisher noch gar nicht geschaut. Ich denke auch, dass man die verschiedenen Kreisoberligen nicht miteinander vergleichen sollte. In der Oberlausitz spielen vielleicht mehr Teams, Buder hat mehr Spiele absolviert. Aber das ist mir egal. Ich freue mich, dass ich hier im Kreis Meißen wieder vorn war.

Mit Platz drei im Schlussklassement hat die SG Kreinitz den Abstieg aus der Landesklasse recht gut verkraftet?

Platz drei war unsere Zielstellung und die haben wir erreicht. Die SG Canitz und der Meißner SV liegen verdientermaßen vor uns. Sie waren die konstantesten und besten Mannschaften im zurückliegenden Spieljahr. Allerdings ist unser Punktabstand auf das Führungsduo mit 19 beziehungsweise 21 Zählern doch recht deutlich. Doch wir sind froh, dass es bei uns nach dem einjährigen Gastspiel in der Landesklasse keine Probleme gab, sich in der achten Liga wieder einzufinden. Das ist uns gut gelungen.

Es gibt immer wieder Beispiele, dass Mannschaften nach einem Abstieg auseinanderfallen. Bei der SG Kreinitz war das nicht so.

Wir haben schon vor dem Aufstieg in die Landesklasse klar und deutlich gesagt, dass wir das als Abenteuer ansehen. Wir wollen Erfahrungen sammeln, aber als Mannschaft nicht auseinanderrennen, wenn wir wieder absteigen. Es war für uns eine lehrreiche, aber auch schöne Erfahrung. Wir haben die Herausforderung angenommen und sind nicht daran kaputt gegangen. Das ist wichtig und zeigt auch die positive Einstellung im Team.

Die Vorbereitungszeit auf die neue Saison hat begonnen. Werden Sie auch weiterhin als Torjäger von sich reden machen?

Das hoffe ich. Ob es nun immer so gut funktioniert, wird man sehen. Wir wollen als SG Kreinitz wieder ein Wörtchen im oberen Feld der Liga mitreden. Wenn ich von Verletzungen verschont bleibe, will ich natürlich wieder um die Schützenkanone mitkämpfen.

Spielt die Familie bei Ihren fußballerischen Ambitionen mit oder müssen Sie auch mal zurückstecken?

Ach ja, das klappt toll. Meine Tochter Sophia ist ein Jahr alt geworden. Sie ist mein ganzer Stolz. Klar, die Prioritäten verschieben sich als Vater natürlich auch etwas. Familie und Beruf haben Vorrang. Aber der Fußball ist für mich immer noch eine positive Ablenkung. Es bereitet sehr viel Spaß und wenn es dann noch erfolgreich ist, hat man noch mehr Freude an diesem Sport.

Das Gespräch führte Jens Jahn.