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Samstag, 14.07.2018

Es geht los auf der Lausche

Der Gemeinderat Großschönau hat die ersten Aufträge für den Aussichtspunkt vergeben. Schon jetzt ist klar, dass das Projekt teurer wird als geplant.

Von Jan Lange

So soll die Aussichtsplattform auf der Lausche aussehen.
So soll die Aussichtsplattform auf der Lausche aussehen.

© Grafik: Risch

Großschönau. Für SPD-Gemeinderat Wolfgang Uhr ist es ein historischer Moment: Die Vergabe der ersten Aufträge für den Aussichtsturm auf dem Lausche-Gipfel. Am Donnerstag stimmten die Großschönauer Gemeinderäte in einer Sondersitzung dem Vorhaben einstimmig zu. Eigentlich sollte dieser „historische Termin“ schon im April stattfinden. Damals musste die Gemeinde aber die Ausschreibungen teilweise aufheben, weil die Angebote weit über den geplanten Kosten lagen. Aber auch eine weitere Ausschreibung hat daran nichts geändert. Die Gemeinde Großschönau entschied sich deshalb, über die Aufträge trotz der erhöhten Kosten abzustimmen.

Vergeben worden sind am Donnerstag die Fundament- und Gründungsarbeiten, die Stahl- und Metallbauarbeiten sowie die Transportleistungen. Denn die Materialien müssen per Helikopter auf den Lausche-Gipfel geflogen werden. Diese Aufgabe übernimmt eine Wuppertaler Spezialfirma. Sie unterschritt den geplanten Kostenrahmen mit ihrem Angebot deutlich – ganz im Gegensatz zu den beiden anderen Aufträgen. Dafür sind die Angebote zum Teil doppelt so hoch gewesen wie die Kostenschätzung. Derzeit belaufen sich die Mehrkosten auf rund 130 000 Euro. Diese Summe kann sich durch die noch nicht vergebenen Aufträge verändern. Im Winter sollen laut Bauamtsleiter Markus Hummel weitere Bauleistungen ausgeschrieben werden. Die Gemeinde hofft, dass es dabei nicht wieder zu so hohen Kostenüberschreitungen kommt. Sicher ist das erst, wenn die Firmen ihre Angebote abgeben.

Die erhöhten Kosten will die Gemeinde über Fördermittel finanzieren. Über eine Erhöhung der zugesagten Förderung wird Ende des Monats entschieden. Danach sollen auch die Aufträge ausgelöst werden. Die ersten Arbeiten sollen noch dieses Jahr erledigt werden, so Hummel. (SZ/jl)