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Donnerstag, 12.07.2018

Es darf nicht mehr so oft knallen

Ein Feuerwerk vor der historischen Altstadtkulisse Dresdens.
Ein Feuerwerk vor der historischen Altstadtkulisse Dresdens.

© Robert Michael

Ab 1. August wird das Sprengstoffgesetz in Dresden strenger angewendet. „Insbesondere die Mittel- und Großfeuerwerke haben immer wieder zu Beschwerden wegen des damit verbundenen Lärms geführt. Mit der Neuregelung soll die Lärmbelästigung durch große Feuerwerke reduziert werden“, erläutert Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU) das Ziel der neuen Verwaltungsvorschrift.

Mittel- und Großfeuerwerke dürfen nur von sachkundigen Personen abgebrannt werden. Bisher gab es keine Beschränkung der Anzahl. Künftig sind nur noch zwei Feuerwerke je Monat und Ortsamtsgebiet möglich. Dabei müssen mindestens fünf Tage zwischen diesen Feuerwerken liegen. Im Jahr 2017 gab es 100 bestätigte Anzeigen für professionelle Mittel- und Großfeuerwerke. Im ersten Halbjahr 2018 fanden 49 statt. Ausnahmen von der Beschränkung sind möglich, wenn ein besonderes öffentliches Interesse besteht, beispielsweise beim Stadtfest oder Semperopernball.

Kleinfeuerwerke dürfen von jedermann abgebrannt werden. Außerhalb der Silvesterzeit benötigt der Laie jedoch eine Ausnahmegenehmigung. Dazu muss ein besonderer Anlass vorliegen. Als besondere Anlässe gelten ab sofort nur noch Hochzeiten, runde Ehejubiläen ab 25 Jahren (50, 60, 70, ...), runde Geburtstage ab 50 Jahren (60, 70, ...) sowie Vereins- und Firmenjubiläen ab 25 Jahren (50, 75, 100, ...). Außerdem muss die schriftliche Einwilligung des Grundstückseigentümers vorliegen. 2017 wurden 132 private Kleinfeuerwerke erlaubt, im ersten Halbjahr 2018 bisher 26.

Jede Anzeige und jeder Antrag für ein Feuerwerk werden weiterhin auf naturschutzrechtliche und sicherheitsrelevante Belange geprüft. Die Verwaltungskosten für die Anzeige oder die Ausnahmegenehmigung liegen je nach Verwaltungsaufwand zwischen 30 und 200 Euro. (SZ)

>> So kann man in Dresden Genehmigungen für Feuerwerke beantragen