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Samstag, 29.11.2008

Erweiterung der Altmarkt-Galerie soll im Frühjahr beginnen

Das Modell und die Baupläne werden von Mitte Dezember bis Mitte Januar im Technischen Rathaus öffentlich ausgestellt.

Von Bettina Klemm

Anfang des Jahres soll das Linde-Bürohaus an der Wilsdruffer Straße und der Anbau zum Intecta-Haus abgerissen werden, um Platz für die Erweiterung der Altmarkt-Galerie zu schaffen. Das kündigte Nikolaus Thätner am Freitag an. Er ist Objektmanager der ECE, die das Einkaufszentrum baut und betreibt. In dieser Woche hatte die ECD die überarbeiteten Pläne im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau vorgestellt. Für rund 150 Millionen Euro sollen etwa 90 neue Shops mit 18 000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen.

Pläne sind überarbeitet

Zuvor hatten die Architekten Manfred Schomers und Andreas Teigeler die Pläne überarbeitet. Sie veränderten die Eingangssituation am Postplatz etwas und sorgten für mehr separate Zugänge zu den Läden von der Wilsdruffer Straße aus. „Etwa 30 Prozent der Geschäfte und Restaurants erhalten jetzt von der Wilsdruffer Straße einen eigenen Eingang“, sagte Thätner. Zwischen den beiden Gebäuden entsteht wieder eine Tuchmachergasse. Ähnlich wie die Webergasse im jetzigen Teil des Einkaufszentrums soll sie ständig oder zumindest länger als die Öffnungszeiten der Galerie zugängig sein. Damit reagierte die ECE auf Wünsche und Anregungen der Stadtplaner und der Stadträte. Diese gaben dann auch grünes Licht für die weiteren Planungen.

Wahrscheinlich ab 18. Dezember werden nun die Baupläne und das Modell im Technischen Rathaus, Hamburger Straße 19, fünf Wochen lang öffentlich ausgestellt.Noch ist unklar, wie die oberen Geschosse genutzt werden. „Wir verhandeln sowohl mit Hotel- als auch Büronutzern“, erklärte Thätner. Da es auf dem Dresdner Hotelmarkt schon sehr eng zugeht, hatte Kris Kaufmann von den Linken vorgeschlagen, eine Hotelnutzung zu untersagen. Das fand aber keine Mehrheit im Ausschuss.

Längere Bauzeit möglich

Erklärtes Ziel der ECE war es bisher, bis zum Herbst 2010 die Erweiterung abgeschlossen zu haben. „Wir sind nicht sicher, ob das zu halten ist, es könnte auch Frühjahr 2011 werden“, schränkte nun Thätner ein. Das Problem sei die Zufahrt. Der gesamte Bauschutt vom Linde-Haus und das Material für den Neubau muss über die stark befahrene Wilsdruffer Straße mit der großen Haltestelle transportiert werden. Die komplizierte Baulogistik koste Zeit. Ende März, Anfang April soll die 11 000 Quadratmeter große Baugrube ausgehoben werden und im Juni/Juli der Hochbau beginnen, vorausgesetzt, die erforderlichen Genehmigungen liegen vor. Schon jetzt stehen erste Mieter, wie ein eigenständiger Boss-Laden, fest. „Wir hoffen auch, den Herzenswunsch der Oberbürgermeisterin nach einem hochwertigen Wiener Kaffeehaus erfüllen zu können“, verriet Nikolaus Thätner.