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Freitag, 18.05.2018

Erst Horka, dann Holland und New York

Ronski Speed spielt am Sonntagabend zur Diskofox-Nacht beim Pfingstreitturnier in Horka. In der Musikszene ist er richtig angesagt.

Ronski Speed legt beim Pfingstreitturnier in Horka auf.
Ronski Speed legt beim Pfingstreitturnier in Horka auf.

© PR

Horka. Der Name Ronski Speed ist zwar ein Kunstprodukt. Herleiten lässt er sich aber doch recht einfach: „In den 1980ern waren Bronski Beat ganz oben in den Hitlisten. Ich fand die Musik gut. Und auch den Namen. Deshalb habe ich mir diese Adaption überlegt“, erzählt der 43-Jährige, der aus Jänkendorf stammt, jetzt in Bautzen lebt und arbeitet und seinen richtigen Namen eigentlich gar nicht in der Zeitung lesen will. Was nicht verwundert, ist er doch in der Musikszene als Ronski Speed richtig angesagt. „Bei Leuten, die das wirklich hören wollen. Ein Nischenprodukt“, wiegelt er bescheiden ab. Doch so nebenher ist die Musik gar nicht, die er macht. „Emotional, melodisch, mit Gesang – electronic dance eben“, beschreibt er das, was in kleinen Clubs mit 300 Gästen oder riesigen Arenen bis zu den Straßen der Love Parade in Argentinien mit zehntausenden Leuten zu hören war und ist.

Während des Studiums zum Informatiker hatte Ronski Speed begonnen, zusammen mit den Löbauer DJs Kyau und Albert Musik zu produzieren. Nachfragen, nicht nur aus Deutschland, waren die Folge. Inzwischen hat der Jänkendorfer mehr als 80 Länder bereist – war fast in ganz Europa, in den USA, in Australien, Argentinien, Brasilien, Mexiko. Aber auch in exotischen Staaten wie Kenia, Guatemala und der Mongolei. „Kurz vor dem Ausbruch des Syrien-Krieges hatte ich sogar ein Angebot aus Damaskus. Das habe ich nach einigem Zögern aber abgelehnt“, erinnert er sich.

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Am Sonntagabend ist Ronski Speed bei der großen Diskofox-Nacht im Festzelt des Pfingstreitturniers in Horka dabei. „Ich war da schon mal. Das Fluidum ist super. Auch wenn ich selbst mit Pferden nichts anfangen kann.“ Die nächsten Auftritte stehen sowieso schon fest: New York steht an, nicht zum ersten Mal. Dann Tschechien und Holland. Horka gehört zu den illustren Auftrittsorten eben mit dazu. (SZ/fum)