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Montag, 06.08.2018

Erst 39 Grad, dann Abkühlung

Fällt der Hitzerekord aus dem bayerischen Kitzingen in den kommenden zwei Tagen? Noch einmal wird es richtig warm. Aber: Danach soll der Sommer erst einmal kühler werden.

© Christoph Schmidt/dpa (Symbolfoto)

Offenbach. Der heiße Sommer steuert wieder auf einen Rekord zu. Die kommenden zwei Tage bringen laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sehr hohe Temperaturen.

Am Dienstag steigere sich die Hitze auf Spitzenwerte von 32 bis 39 Grad. Am Mittwoch werden vor allem im Osten Deutschlands bis zu 39 Grad erwartet. Am Donnerstag sollen dann kräftige Gewitter mit Starkregen die Temperaturen vielerorts etwas fallen lassen. „Ob die große Hitze damit endgültig vorbei ist, steht noch in den Sternen“, sagte Marcus Beyer von der Wettervorhersagezentrale des DWD in Offenbach am Montag.

Den bislang heißesten Tag dieses Sommers hatte Deutschland am Dienstag vergangener Woche erlebt. In Bernburg in Sachsen-Anhalt stiegen die Temperaturen auf 39,5 Grad. Den bisherigen Hitzerekord seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881 hält Kitzingen in Bayern. Sowohl am 5. Juli 2015 als auch am 7. August 2015 registrierte der DWD an seiner dortigen Messstation 40,3 Grad.

Im Süden werden bereits am Dienstag erste Schauer erwartet, vor allem über dem Bergland. Am Mittwoch und Donnerstag sind immer größere Gebiete davon betroffen. „Dann besteht Unwettergefahr, vor allem durch Starkregen“, sagte der Meteorologe.

„Ab Freitag setzen sich im ganzen Land kühlere Luftmassen durch“, sagte Beyer. „Unsommerlich“ werde es damit nicht. Aber die Spitzenwerte lägen dann unterhalb der 30-Grad-Marke.

Im Hochrhein hat unterdessen ein hitzebedingtes Fischsterben begonnen. Am Wochenende wurde bereits rund eine Tonne toter Fische eingesammelt, wie der schweizerische Fischereiverband der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte. Betroffen sind vor allem Äschen, die Temperaturen unter 23 Grad bevorzugen. Im Stein am Rhein westlich des Bodensees war das Rheinwasser aber schon über 27 Grad warm.

Außerdem werden die Wasserstände von Deutschlands längstem Fluss in den kommenden Tagen voraussichtlich weiter sinken. „Langsam, aber stetig“, wie ein Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts in Bingen in Rheinland-Pfalz am Montag erklärte. Die Schifffahrt werde allerdings nicht eingestellt. „Die Unternehmen entscheiden selbst: Sobald es nicht mehr wirtschaftlich ist, bleiben die Schiffe in den Häfen.“ (dpa)

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