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Dienstag, 26.06.2018

Erneut kein Podestplatz beim EM-Heimrennen

Von Reiner Seifert

Lokalmatadorin Grit Hennersdorf (vorn) auf der Überholspur. Sie erreichte als einzige Starterin des MC Oberlausitzer Bergland den EM-Finallauf am Sonntag.Foto: Kluge
Lokalmatadorin Grit Hennersdorf (vorn) auf der Überholspur. Sie erreichte als einzige Starterin des MC Oberlausitzer Bergland den EM-Finallauf am Sonntag.Foto: Kluge

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Oft hatte der MC Oberlausitzer Bergland in den letzten Jahren Glück mit seinen Rennveranstaltungen. Da wurde es dann recht staubig. Diesmal sorgte ausgiebiger Nieselregen für andere Bedingungen auf der 820 Meter langen Sandpiste am Matschenberg. Die zahlreichen Autocross-Fans aus nah und fern ließen sich davon allerdings nicht abhalten und pilgerten eben mit Regenschirm an die Strecke im Cunewalder Ortsteil Weigsdorf-Köblitz. Beim vierten Wertungslauf der European Championship 2018 konnten die fünf einheimischen Autocrosser der 82 Fahrer starken Konkurrenz aus 15 Ländern dabei nur streckenweise Paroli bieten.

Henrik Bundesmann, Deutscher Meister 2013 in der Tourenwagenklasse und seit 2015 in der Klasse Buggy 1 600 unterwegs, hatte sich für sein Heimrennen in der mit 30 Fahrern am stärksten besetzten Klasse Buggy 1 600 besonders viel vorgenommen. Doch wie schon bei den EM-Rennen in Seelow und im litauischen Vilkyciai verfolgte den 34-jährigen Lawalder die Defekthexe. Nach zwei vierten und einem siebenten Platz in den Qualifikationsläufen gehörte Bundesmann als 13. zu den 20 Fahrern, die in zwei Semifinalläufen die zehn Finalteilnehmer ermittelten. „Im Semifinale mit bereits viel Luft nach hinten an dritter Position liegend, fühlte ich mich fast schon im Finale, als es passierte. Eingangs der letzten Runde zwang mich eine gebrochene Antriebswelle zur Aufgabe. Im dritten von vier EM-Rennen vorzeitig auszuscheiden, ist schon mehr als bitter“, sagte Bundesmann enttäuscht, um anschließend schon wieder voller Zuversicht zu erklären: „Beim nächsten Europameisterschaftslauf, am kommenden Wochenende im tschechischen Nova Baka, greifen wir wieder an.“

In der Klasse Super Buggy (26 Starter) waren für den Gastgeber MC Oberlausitzer Bergland drei Fahrer am Start, die zwar den Sprung in das Semifinale schafften, dort aber der Konkurrenz mehr oder weniger hinterherfuhren. Armin Pfalz (Lauba), mit einem vierten und zwei fünften Plätzen in den Qualifikationsläufen noch recht gut im Rennen, landete wie der Cunewalder Robert Wiedemuth auf dem neunten Platz. Der Kottmarsdorfer Torsten Riedel, in der Quali noch Vierter und Fünfter, wurde im Semifinale als Zehnter abgewunken. Super Buggy-Sieger wurde der Franzose Johnny Feuillade vor dem achtfachen und amtierenden Europameister Bernd Stubbe aus dem niedersächsischen Rhede Ems.

Grit Hennersdorf vertritt seit Jahren meist alleine die deutschen Farben in der Tourenwagenklasse. In Cunewalde stand die 39-jährige Oberlausitzerin neben vier Tschechen sowie je einem Fahrer aus den Niederlanden, Österreich, Russland und Lettland am Start und belegte in den Qualifikationsläufen die Plätze vier, drei und zwei. Im Finale kam die Kubschützerin als Zweite aus der ersten Runde. Eine gebrochene Felge zwang die deutsche Tourenwagen-Meisterin von 2003 nicht nur zur Aufgabe, sondern ließ auch die Hoffnung auf einen möglichen Podestplatz platzen. Und damit auch die Chance, sich in der EM-Gesamtwertung von Platz fünf aus weiter nach vorne zu schieben. Den Sieg machten am Ende die in der EM führenden Tschechen Martin Samohyl (1.) und Vaclav Feifar (2.) unter sich aus. (mit ck)