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Donnerstag, 02.02.2017

Entscheidung zur Königsbrücker ist gefallen – und jetzt?

Ab 2019 beginnt die Sanierung. Bei der Detailplanung erhält die Stadt nun Hilfe von Studenten.

Von Sarah Grundmann

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So grün könnte die Königsbrücker Straße aussehen, wenn es nach zwei Dresdner Studenten geht.
So grün könnte die Königsbrücker Straße aussehen, wenn es nach zwei Dresdner Studenten geht.

© Visu.: Marcel Götz, Ludwig Nitzschke

Der Beschluss ist gefasst. 2019 soll die Sanierung der Königsbrücker Straße beginnen. Nach einer jahrzehntelangen Diskussion hat sich der Stadtrat auf eine Kompromissvariante geeinigt: Zwischen Katharinenstraße und Bischofsweg müssen sich Autos und Bahnen weiterhin eine Spur teilen. Auf dem restlichen Abschnitt gibt es ein eigenes Gleisbett für den öffentlichen Personennahverkehr. Derzeit sitzt die Verwaltung an der Detailplanung. Eine Frage ist dabei noch weitgehend unbeantwortet: Wie soll es neben der Fahrbahn aussehen? Dafür hat sich die Stadt nun Hilfe geholt.

Über 100 Landschaftsarchitektur-Studenten der Technischen Universität Dresden (TUD) haben sich ein ganzes Semester lang mit Straßengestaltung beschäftigt, insbesondere mit der Königsbrücker Straße. „Wir haben die Debatte als Anlass für unsere Semesterplanung genommen“, sagt Anna Viader, die seit Mai vergangenen Jahres die Professur für Landschaftsarchitektur an der TUD inne hat. Beratung gab es von oberster Stelle. „Ich fand es spannend, die Ideen von Studenten zu sehen, die frei von den Zwängen, denen wir in der Verwaltung unterliegen, an eine solche Gestaltung herangehen“, sagt Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Bei der Planung, die derzeit läuft, halte die Stadt sich bewusst bedeckt, was die Gestaltung der Nebenräume angeht. „Wir erhoffen uns von den Arbeiten der Studenten noch Inspiration.“ Inwieweit die Vorstellungen tatsächlich umgesetzt werden können, ist aber noch unklar. Denn die Ideen der Studenten driften weit auseinander.

So sind die Entwürfe der Erstsemester bewusst utopisch, um zum Nachdenken anzuregen: Auf einem ist ein Königsbrücker-Kanal zu sehen, auf dem Gondeln statt Autos unterwegs sind. Ein anderer zeigt die Verkehrsachse als großes Wohnzimmer. Weniger abstrakt sind die Entwürfe der Master-Studenten. Sie haben für ihre Arbeiten meist die beschlossene Variante zugrunde gelegt und durchaus genehmigungsfähige Varianten entworfen. So wie beim Entwurf von Marcel Götz und Ludwig Nitzschke. In diesem wird die Fahrbahn auf das gleiche Niveau angehoben wie der Gehweg. Die Grenzen verschwimmen. Ansonsten bieten die Nebenräume bei der Variante der beiden Studenten vor allem eins: Viel Grün und Bänke, auf denen es sich die Anwohner gemütlich machen können.

Die Arbeiten der Studenten werden ab Freitag im Hole of Fame auf der Könisgbrücker Straße 39 ausgestellt. Dazu haben die angehenden Landschaftsarchitekten sich ein buntes Rahmenprogramm ausgedacht: So gibt es beispielsweise am Sonnabend einen Spielenachmittag rund um die Königsbrücker Straße. Am Sonntagnachmittag werden einzelne Ideen bei einem Spaziergang erläutert.

Öffnungszeiten: Mo–Fr: 16–20 Uhr, Sa/So: 11–20 Uhr; www.tu-dresden.de/bu/architektur/ila

Leser-Kommentare

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Insgesamt 9 Kommentare

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  1. Dresdner45

    Das ist noch lange nicht das Ende der Diskussionen und der Umplanungen, da bin ich mir ganz sicher.

  2. Dresdner Gewissen

    Wann wird denn der nbeue Stadterat gewählt? Kann man nicht den Baubeginn, genau wie bei der WSB, noch zwei drei Jahre hinauszögern, bis es eine andere politische Entscheidung gibt? Im Verhindern sind wir Dresdner ja ganz einsame Spitze.

  3. die Susi

    Ich glaube es erst wenns gemacht wurde. Da wird sich doch wohl ein Grund finden um es nicht zu tun. Ich lass mich da überraschen. Das hat jetzt 25 Jahre gebraucht, da kommt es auf die paar Jahre auch nicht mehr an.

  4. Leser

    @Dresdner Gewissen #2: Die nächste Stadtratswahl ist 2019. Vielleicht deshalb jetzt die Eile?

  5. zugezogener

    @Dresdner Gewissen: Und was wollen Sie damit erreichen? Also ich kann mit dieser Variante sehr gut leben, vor allem als einer, der dort im Viertel wohnt.

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