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Donnerstag, 25.01.2018

Energie-Jugendteam mischt Frauen-Oberliga auf

Faustball-Frauen, Energie Görlitz

Von Frank Thümmler

© H.-E. Friedrich

Seit Jahrzehnten sind die Faustballerinnen des FSV Hischfelde in Ostsachsen das Maß aller Dinge. Sie spielen seit vielen Jahren in der ersten Bundesliga, haben schon mehrfach das Finalturnier um die deutschen Meisterschaften erreicht und schon Nationalspielerinnen hervorgebracht – mit Linda Scholze zuletzt sogar eine Weltmeisterin.

Jetzt erwächst ihnen in Görlitz eine ernsthafte Konkurrenz. Die tolle Jugendarbeit bei Energie Görlitz über viele Jahre zahlt sich aus. 2017 sind eine ganze Reihe junger Spielerinnen ins Energie-Team aufgerückt. „Wir sind in der Feldsaison eigentlich mit einer Jugendmannschaft angetreten, verstärkt durch ein oder zwei erfahrene Spielerinnen“, erklärt Trainerin Maren Ludwig. Deshalb hieß das Saisonziel in der Oberliga zunächst Klassenerhalt. Aber dann ist das junge Team durch die Liga gepflügt, hat bis zum letzten Spieltag alle Spiele bis auf eines gewonnen und traf dann auf die ebenfalls ungeschlagenen Frauen aus Glauchau, die sich durchsetzten und später auch in die 2. Bundesliga aufstiegen. Die Revanche folgte beim Sachsenpokal. Da siegte das Energie-Team im Halbfinale gegen Glauchau und überraschte im Finale dann auch den Erstligisten aus Hirschfelde. Von ungefähr kommen diese Leistungen nicht. Die Mädchen und Frauen trainieren zweimal pro Woche. Mit Lara Olbrisch, Vivian Krause und Joen Grujicic sind Talente dabei, die schon zu Lehrgängen von deutschen Auswahlteams eingeladen wurden. Alle haben extrem viel Spielpraxis, sorgen auch in den Altersklassen U16 und U18 für Furore. In diesem Jahr scheint auf dem Feld der Aufstieg in die 2. Bundesliga möglich. „Wenn wir es sportlich schaffen sollten, müssen wir überlegen, ob wir das machen. In dieser Liga müssten wir an fünf Wochenenden in der Saison bis nach Schwaben fahren. Und der größere Teil der Mannschaft geht ja noch in die Schule“, sagt Maren Ludwig.