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Freitag, 10.08.2018

Endspurt für Mehrgenerationenplatz

Am Sonnabend in einer Woche soll der neue Treffpunkt für Jung und Alt mit einem Fest eröffnet werden. Bis dahin gibt es noch viel zu tun.

Von Sven Görner

Nach dem Gewitterguss am späten Mittwochnachmittag wurde von Helfern des Königskinder e.V. Fallkies am großen Spielgerät verteilt. Insgesamt müssen 20 Tonnen auf dem bereits eingebrachten Material aufgetragen werden. Nötig wurde die Aktion, weil nach den neusten Bestimmungen die Kiesschicht nicht nur 40, sondern 50 Zentimeter dick sein muss, so die Vereinschefin.
Nach dem Gewitterguss am späten Mittwochnachmittag wurde von Helfern des Königskinder e.V. Fallkies am großen Spielgerät verteilt. Insgesamt müssen 20 Tonnen auf dem bereits eingebrachten Material aufgetragen werden. Nötig wurde die Aktion, weil nach den neusten Bestimmungen die Kiesschicht nicht nur 40, sondern 50 Zentimeter dick sein muss, so die Vereinschefin.

© Silvia Mehlich

Moritzburg. Die vom Verein Moritzburger Königskinder an den Zugängen aufgehängten Schilder bitten darum, den Platz noch nicht zu betreten. Damit der neue Rasen eine Chance hat, sich ordentlich zu entwickeln. UUnd sie vertrösten auf den 18. August, an dem der lang ersehnte Platz mit einem Fest eröffnet wird.

Das mit dem Anwachsen hat nur bedingt geklappt. An den Leuten, die dort an den vergangenen Abenden zugange waren, lag das aber nicht. Schuld an dem kümmerlichen Aussehen des erhofften Grüns sind wie überall die langanhaltende Hitze und Trockenheit. Doch was machen die Erwachsenen und Kinder dort auf dem Platz? Wollen sie diesen schon vor dem offiziellen Start des Mehrgenerationenplatzes ausprobieren?

Die Wahrheit ist, es sind emsige Helfer vom Königskinderverein und auch andere Moritzburger, die helfen wollen, dass die geplante Eröffnung auch wirklich stattfindet. Denn die Abnahme durch den Tüv soll zwar erst am heutigen Freitag erfolgen, doch ein vorab erfolgter Check hat noch einige Probleme zutage gefördert. So musste, wie Vereinsvorsitzende Silvia Mehlich sagt, eine der alten Treppen am Gelände abgerissen werden. Dabei packte, natürlich nach Dienstschluss, auch Bürgermeister Jörg Hänisch selbst mit an. Zwei neugebaute, nur aus wenigen Stufen bestehende Treppen brauchen noch Geländer. Die Löcher dafür hat der Verein bereits gebohrt. Betoniert werden soll am kommenden Mittwoch, ergänzt der Bürgermeister.

Und auch zwei Bestandstreppen im Gelände, darunter die große, die vom früheren Schulhof direkt zum Spiel- und Klettergerät in Schlossform führt, brauchen noch Geländer, damit sie auch weiterhin genutzt werden können. Derzeit ist die breite Treppe abgesperrt. Wie lange sie noch Bestand hat, ist ungewiss. Denn die Gemeinde will die Neugestaltung des Areals der früheren Schule in den nächsten Monaten planen lassen. Für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der Rettungswache und möglichst auch einen neuen Hort.

Aufgestellt werden müssen bis zur Eröffnung aber auch noch einige Zäune als Fallschutz. Den gleichen Zweck sollen an anderer Stelle zu pflanzende Sträucher erfüllen. Für den 16. August hat der Königskinder e.V. darum noch einmal zu einem großen Arbeitseinsatz aufgerufen.

Alles wird bis zum Eröffnungsfest dennoch nicht fertig sein. Denn der Gemeinderat hatte in seiner Sitzung im Juni auf Antrag von Marcel Vetter (CDU) mit deutlicher Mehrheit eine Entscheidung über die Annahme weiterer Spenden für den Spielplatz vertagt. Der Königskinderverein wollte mit diesen der Gemeinde nach dem Aufbau beziehungsweise der Pflanzung zusätzliche Spiel- und Fitnessgeräte sowie Bäume übereignen. Und das, obwohl die Königskinder bereits 30 000 Euro zu den Gesamtbaukosten von 100 000 Euro beisteuern.

Möglich wird dieses zusätzliche Engagement durch die Spenden zweier Stiftungen, die der Verein eingeworben hat. So kommen laut der Vereinvorsitzenden von der Stiftung „Platz da!“ 10 000 Euro. Davon sollen zwei weitere Outdoor-Fitnessgeräte gekauft werden, die vor allem von Erwachsenen genutzt werden können sowie das von Kindern seit Beginn der Planung heiß gewünschte Bodentrampolin. Die Jüngsten sollen eine Nestschaukel bekommen. Die andere Stiftung will das Bereitstellen und Pflanzen von 20 Obstbäumen sponsern.

Die Gemeinderäte verlangen von der Verwaltung, dass diese vor einem Beschluss zunächst ermitteln soll, welche Folgekosten künftig durch den Spielplatz und die beiden zusätzlichen Spenden auf die Gemeinde zukommen. Und auch ein Pflanzplan soll vorgelegt werden, weil es Bedenken gibt, ob dort überhaupt für alle Bäume Platz da ist. Bürgermeister Jörg Hänisch will die Eröffnung daher auch nutzen, um sich mit den Gemeinderäten vor Ort umzusehen. Im Gemeinderat Ende August soll der Beschluss dann erneut auf die Tagesordnung.