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Mittwoch, 14.03.2018

Endspurt für das Pinguincafé

Ostern soll der Neubau eröffnen. Dann kann den Namensgebern direkt von der Terrasse aus zugesehen werden.

Von Juliane Richter

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Daniel Triebel verantwortet die Gastroangebote des Betreibers Elbezeit im Zoo. Das neue Pinguincafé soll in zwei Wochen eröffnen und insgesamt fast 300 Sitzplätze haben.
Daniel Triebel verantwortet die Gastroangebote des Betreibers Elbezeit im Zoo. Das neue Pinguincafé soll in zwei Wochen eröffnen und insgesamt fast 300 Sitzplätze haben.

© Sven Ellger

  • Daniel Triebel verantwortet die Gastroangebote des Betreibers Elbezeit im Zoo. Das neue Pinguincafé soll in zwei Wochen eröffnen und insgesamt fast 300 Sitzplätze haben.
    Daniel Triebel verantwortet die Gastroangebote des Betreibers Elbezeit im Zoo. Das neue Pinguincafé soll in zwei Wochen eröffnen und insgesamt fast 300 Sitzplätze haben.
  • Die Kuchenbar ist in Schwarz-Weiß-Tönen gestaltet. Über ein Ausgabefenster wird die Laufkundschaft bedient.
    Die Kuchenbar ist in Schwarz-Weiß-Tönen gestaltet. Über ein Ausgabefenster wird die Laufkundschaft bedient.
  • Gemütliche Sitznischen sorgen für Farbtupfer. Für Kinder soll noch eine kleine Spielecke entstehen.
    Gemütliche Sitznischen sorgen für Farbtupfer. Für Kinder soll noch eine kleine Spielecke entstehen.

Wo bald Pinguin draufsteht, soll auch Pinguin drin sein. Zumindest farblich. Deshalb dominieren im neuen Pinguincafé des Zoos bereits die Farben Schwarz und Weiß. Einzig die drei Sitznischen sowie einige Sitzbänke in kräftigem Beerenton heben sich davon ab. Klare Linien, ein bisschen Industrielook, aber eben auch Wohlfühlatmosphäre – an diesem Mix versucht sich der Betreiber Elbezeit gemeinsam mit den Hellerauer Werkstätten, die den Ausbau umsetzen.

Ob das Konzept für die Inneneinrichtung aufgeht, können Zoogäste bereits Ende des Monats begutachten. Dann soll das neue Pinguincafé nach rund einem Jahr Bauzeit erstmals öffnen. Daniel Triebel, der für alle Gastroangebote der Elbezeit im Zoo verantwortlich ist, erwartet einen großen Besucheransturm. Gerade Ostern, wenn in der Regel Tausende vorbeischauen. „An der Afrikalodge haben wir an guten Tagen etwa 800 Gäste. Für das neue Pinguincafé rechne ich mit dem Doppelten“, sagt der 31-Jährige. Dort soll es ganz verschiedene Angebote geben. An der linken Gebäudeseite entsteht ein Ausgabefenster für Eis und Kaffee zum Mitnehmen. „Zum Beispiel für die Mütter, die den Kinderwagen schnell weiterschieben wollen“, sagt Triebel. Innen gibt es dann eine separate Kuchenbar sowie eine lange Ausgabestrecke für die warmen Speisen. Komplett steht das Angebot noch nicht. Aber klar ist schon, dass Flammkuchen, Fleischgerichte und eine Pastastation dazugehören werden. Eine Pinguin-Torte und ein Pinguin-Eisbecher werden gerade noch entwickelt.

Während im Inneren etwa 80 Sitzplätze sowie eine kleine Spielecke für Kinder vorgesehen sind, wird es draußen rund 200 Plätze geben. Bis zu 50 Stühle finden unter dem Vordach Platz und dienen damit auch als Schlechtwettervariante. Draußen haben die Gäste dann einen guten Blick auf die benachbarten Pinguine in ihrem Becken und auf die große Grünfläche. Der Gastrobetrieb soll im Freien ganz im Sinne eines Biergartens ablaufen. Bratwürste, Hotdogs und Brezeln gehören für Triebel dazu. Der Spielplatz links vom Gebäude musste für die Bauarbeiten weichen. An dieser Stelle soll es ein neues Angebot für Kinder geben – ab wann, ist noch offen.

Damit sowohl Rollstuhlfahrer als auch Eltern mit Kinderwagen problemlos ins neue Pinguincafé gelangen, wird es eine lange Rampe geben. Drinnen gibt es dann auch eine behindertengerechte Toilette sowie einen Wickeltisch. Die Elbezeit, die auch schon seit vielen Jahren für das Gastronomieangebot auf den Schiffen der Sächsischen Dampfschifffahrt zuständig ist, investiert rund 400 000 Euro in den Innenausbau des Pinguincafés. Der Zoo hat für den Rohbau sowie die Außenanlagen rund 1,2 Millionen Euro eingeplant. Große Kostensteigerungen sind laut Zoodirektor Karl-Heinz Ukena nicht aufgetreten.

Die Einzelteile des alten Pinguincafés lagern indes nach wie vor im städtischen Lapidarium. Bisher gab es Vorschläge, es im Alaunpark oder dem neuen Südpark wieder aufzubauen. Entscheidungen dazu gab es bisher aber noch keine.

Wenige Wochen nach der Fertigstellung des Cafés soll die Neueröffnung des mehr als acht Millionen Euro teuren Afrikahauses folgen, dessen Fertigstellung sich immer wieder verzögert hatte. Damit ist der Weg für neue große Bauprojekte im Zoo frei. So sollen die vier Riesenschildkröten ein beheizbares Hugoneum erhalten, damit sie künftig auch im Winter für die Besucher zu sehen sind. Das Geld dafür steht bereits zur Verfügung. Zu den drängendsten Baustellen gehört aber vor allem ein Ersatzneubau für das Orang-Utan-Haus. Dafür hat Finanzbürgermeister Peter Lames (SPD) bereits signalisiert, mehrere Millionen Euro in den neuen Doppelhaushalt für 2019/2020 einstellen zu wollen.

Leser-Kommentare

Insgesamt 2 Kommentare

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  1. Karin

    Als Jahreskarteninhaberin bin ich regelmäßig im Zoo und bewundere immer wieder mit viel Freude sowohl Tiere als auch Pflanzen (und auch gern die anwesenden Besucher ...). Nach meiner Meinung ist mein Eintrittsgeld sehr gut angelegt - vielen Dank an alle Mitarbeiter! Nebenher habe ich feststellen müssen, dass gerade in den letzten Monaten das gastronomische Angebot immer schwächer wurde. Am letzten Wochenende war selbst der kleine Pavillon neben der Pinguin-Café-Baustelle geschlossen - und das bei herrlichstem Sonnenwetter und reichlich Besuchern! "Hut ab" vor den "noch-Aktiven" des Gastro-Bereiches! Da fehlt mir doch die Flexibilität der anderen Betreiber und es ist zu hoffen, dass sich das mit dem kommenden Frühjahr deutlich bessert!

  2. catenaccio

    Man kann die Stadtverwaltung nur bestärken weiterhin und noch stärker in die Modernisierung des Zoos zu investieren. Jeder € kommt in erster Linie den dresdener Kindern, Familien und älteren Menschen zu Gute. Die Besucherzahlen zeigen trotz des unübersehbar noch hohen Sanierungs- und Modernisierungsbedarfs ein stimmiges Konzept an.

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