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Montag, 13.02.2017

Endlich Lösung für Straßenmusiker?

Ein Kompromiss und eine App sollen den Dauerstreit beenden. Auch der Zeitplan steht.

Osteuropäische Straßenmusiker auf der Prager Straße.
Osteuropäische Straßenmusiker auf der Prager Straße.

© Rene Meinig

Seit Ende Juni warten Anwohner und Händler auf einen Vorschlag der Stadt, wie sie künftig mit den Straßenmusikern umgehen will. Bereits zum 30. Juni hatte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) eine Vorlage ankündigt, jetzt hat die Verwaltung endlich eine erarbeitet. Doch was da konkret drinsteht, ist nach wie vor unklar. Erst müsse man sich intern abstimmen, in Kürze soll der Stadtrat entscheiden, so die Verwaltung.

Doris Oser, persönliche Referentin des Baubürgermeisters, lässt sich nur so viel entlocken. Ziel der Vorlage sei, die Auftrittsorte so zu sortieren, dass Anlieger und Händler sich nicht gestört fühlen, die Musiker aber trotzdem spielen können. Schon im Herbst hatte Schmidt-Lamontain verraten, dass er mit seinem Team an dem Konzept für eine App arbeitet. Über diese sollen sich die Künstler künftig einfacher anmelden können. Wenn der Stadtrat diesen Vorschlag gutheißt, könne die App bis zur Sommersaison fertig sein, kündigt Doris Oser an. Wie viel die Entwicklung kosten würde, konnte sie nicht sagen.

Oser begründet die Verzögerung der Vorlage um acht Monate mit einem großen Arbeitsumfang. „Es musste eine Regelung gefunden werden, die sowohl einen Interessenausgleich herstellt als auch vor Ort kontrollierbar ist.“ (SZ/jv)