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Freitag, 14.09.2018

Einheimische Starter stellen vier Sieger

Von Reiner Seifert

Steffen Bänsch gewann auf seiner Jawa 350 RS (Bj. 1964).Foto: privat
Steffen Bänsch gewann auf seiner Jawa 350 RS (Bj. 1964).Foto: privat

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Zwei Tage dröhnten auf dem 5,9 Kilometer langen Rundkurs zwischen Saalendorf, Jonsdorf und Großschönau die Motoren, klang der unvergleichliche Motorensound historischer und aktueller Renntechnik den Fans wie Musik in den Ohren. Für den Höhepunkt des Motorsportspektakels im Zittauer Gebirge sorgten 260 Fahrer aus sechs Ländern bei Gleichmäßigkeitsfahrten für historische Motorräder, Gespanne, Automobile, Formelfahrzeuge und Karts in zwölf Klassen. Die Palette reichte bei den Sport- und Rennmotorrädern von einer Veocette KTT MKIV (Bj. 1933) bis zu einer BMW S1000 RR (Bj. 2017), bei den Formel- und Tourenwagen vom SEG Wartburg-FIII (Bj. 1964) bis zum Porsche 996 Turbo (Bj. 2000). Über die Platzierung entschied die Zeitdifferenz zwischen zwei Wertungsläufen. Um die möglichst gering zu halten, mussten bei entsprechender Geschwindigkeit die Ideallinie sowie die Schalt- und Bremspunkte gefunden werden. Mit dem dazugehörigen Gefühl gelang das Andreas Krötzsch aus Borna-Wyhra mit einer BMW Kawasaki GB 500 (Bj. 1979) in 0,199 Sekunden am besten. Mit einer Zeitdifferenz unter 0,5 Sekunden glänzten auch die Sieger der Klassen Rennmotorräder 125-175 ccm (der Tscheche Otokar Vitek, 0,342 s) und der offenen Klasse für Aktive (Torsten Müller aus Mohrkirch, 0,492 s).

Mit vier Klassensiegen sorgten die einheimischen Starter für Furore. Steffen Bänsch gewann auf einer Jawa 350 RS (Bj. 1964) die mit 35 Fahrern besetzte Klasse Rennmotorräder 350 ccm mit einer Zeitdifferent von 0,812 Sekunden. Der 62-jährige Großschönauer fahrt seit 1973 Jawa, betreibt Motorsport seit 20 Jahren wettkampfmäßig und startet mit seiner Jawa sowie einer Over OV-11R Yamaha 690 (Super-mono) vor allem bei Rennen in Tschechien. Ebenfalls auf Platz eins fuhren der Zittauer Steve Kunzmann im Suzuki Swift Gti (Bj. 1989) in der Tourenwagenklasse (0,497 s), Daniel Geisler aus Jonsdorf im Swiss-Hutles Niktec (Bj. 2015) in der Kartklasse (0,737 s) und der Hainewalder Olaf Havlat mit einem Formel V Fuchs (Bj. 1975) in der Klasse Formelwagen bis 1989 (0,578 s). „Zwei Tage interessanter und gutklassiger Motorsport, die nur mit der Unterstützung der fast 300 Helfer, der Sponsoren, der Rettungskräfte und Kameraden der Feuerwehr sowie nicht zuletzt durch das Verständnis der Anwohner möglich waren“, sagte Dietmar Augustin vom MSC Oberlausitzer Dreiländereck.

Einige weitere Ergebnisse

Renn- und Sportmotorräder bis Bj. 1949: 2. Clemens Fritzsch (Löbau) Triumph Grand Prix, Bj. 1949, 8. Jürgen Klaus (Hainewalde) Exelsior Manxman J15, Bj, 1939, Rennmotorräder 350 ccm: 10. Ringo Kubiziel (Zittau) IFA MZ 340 RE, Bj. 1982, Seitenwagen: 7. E. Kahle/St. Räder (Großschönau) LCR F1, Bj. 1984

Rennmotorräder offen für Aktive: 4. Robert Klippel (Ebersbach) Suzuki GSX3, Bj. 2006, 6. Hartmut Rieger (Dittelsdorf) Husquarna SMR S10, Bj. 2008, 10. Heiko Bork (Oderwitz) Honda CBR/RR, Bj. 2003, Formelwagen bis 1989: 6. Ingolf Sieber (Großschönau) Formel V Fuchs, Bj. 1975, 10. Christian Ernst (Görlitz) SEG Wartburg FIII (Bj. 1964), Tourenwagen geschlossen bis 1989: 5. Thomas Schietzelt VW Golf Gti, Bj. 1989, 8. Peter Gareis (Neißeaue) Trabant Limosine, Bj. 1988, 9. Rocco Michalek (Schöpstal) Zastawa 1100, Bj. 1978

alle Ergebnisse: www.msc-oberlausitzer-dreilaendereck.eu