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Montag, 05.11.2018

Eine unheimliche Serie

Von Jens Jahn

Wesenitztal II-Trainer Jens Hartmann muss sich mit seiner Mannschaft momentan wahrlich nicht verstecken. Foto: Karl Ludwig Oberthür
Wesenitztal II-Trainer Jens Hartmann muss sich mit seiner Mannschaft momentan wahrlich nicht verstecken. Foto: Karl Ludwig Oberthür

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Die Erfolgsserie des Aufsteigers SV Wesenitztal II in der Fußball-Kreisoberliga wird passend zu den Halloween-Feierlichkeiten nahezu unheimlich. Gegen den SSV Neustadt gab es am neunten Spieltag bereits den sechsten vollen Punktgewinn.

Trainer Jens Hartmann glaubt nun sicherlich nicht an Gespenster. „Aber es ist schon irgendwie unheimlich. Wenn vor der Saison einer prophezeit hätte, dass wir nach dem neunten Spieltag 19 Punkte auf dem Konto haben, hätte ich das Gruseln bekommen“, lachte der 49-Jährige: „Gegen Neustadt hätten wir zur Pause eigentlich 3:0 führen müssen. Wir lassen da einige Chancen liegen. In den zweiten 45 Minuten haben wir abgebaut. Neustadt kam nicht unverdient zur Führung. Aber die Jungs haben eine sehr gute Moral gezeigt und das Ding noch umgebogen.“ Toni Fischer und der 19 Jahre alte Fabian Förster trafen zum 3:2-Endstand.

Blau-Gelb-Stolpen-Trainer Steffen Kretschmer hatte nach der 1:9-Pleite seiner Mannen am vorigen Spieltag in Schönfeld Reaktion angekündigt. Und die Burgstädter übernahmen gegen den SV Pesterwitz auch sofort die Initiative auf dem Platz. „Wir haben wirklich gut begonnen. Doch der Torerfolg stellte sich leider nicht ein. Also wurden wir wieder unsicher und ängstlich.“ Die guten Chancen der Stolpener wurden vergeigt, Gäste-Keeper Florian Gretschel parierte in großartiger Manier. „Und dann kommt Pesterwitz zweimal vor unser Gehäuse und es steht 0:1. Wir haben nun einmal im Moment eine negative Phase. Da müssen wir wieder herauskommen, daran arbeiten wir sehr intensiv“, zog Kretschmer Fazit. Johannes Schiller, der nach langer Pause wieder als Kapitän zum Einsatz kam, erzielte in der 86. Minute das Goldene Tor dieser Partie. Der LSV Gorknitz kam gegen die SG Wurgwitz trotz einer 2:0-Pausenführung nicht über ein 2:2 hinaus. Gäste-Coach Kai Starke ärgerte sich sogar: „Wir hatten in der Anfangsphase zwei Pfostentreffer, scheitern mehrfach am Gorknitzer Tormann Daniel Nagel. Warum wir dann hektisch werden und zwei Gegentreffer zulassen, ist mir rätselhaft. Wir haben Moral bewiesen und wenigstens einen Punkt erkämpft. Nun folgen zwei Heimspiele, da muss auch mal ein Sieg zuhause her“.

Unerwartet schwer tat sich der BSV Sebnitz gegen den FSV Dippoldiswalde. „Kurz vor dem 2:0 verletzte sich Stefano Krause am Knie und musste ausgewechselt werden. Da war irgendwie eine Blockade bei uns drin und wir kassieren zwei Gegentore. Am Ende hatten wir wohl auch etwas Glück, Dippoldiswalde hätte sich einen Punkt verdient. Sie haben sehr diszipliniert agiert und stets auf ihre Chance gelauert“, sagte Zweifachschütze Michael Kunze. Der 35-Jährige traf in der 83. Minute zum knappen 3:2-Sieg. „Das zeigt aber auch, dass wir gar nicht so weit von der Gegnerschaft weg sind und in jedem Spiel unsere Leistung abrufen müssen“. Toregarant Eric Feyer fehlte gegen Dippoldiswalde wegen einer Bauchmuskelzerrung. Beim 2:6 von Chemie Dohna beim 1. FC Pirna mussten Lukas Schumann und Maik Ritter schon frühzeitig ausgewechselt werden.