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Donnerstag, 01.11.2018

Eine Nummer zu groß

Von Jürgen Schwarz

Die Bautzener bejubeln das 2:0. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause – ein Erfolg für Gegner Freital.Foto: Karl-Ludwig Oberthür
Die Bautzener bejubeln das 2:0. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause – ein Erfolg für Gegner Freital.Foto: Karl-Ludwig Oberthür

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Im Achtelfinale war erwartungsgemäß Endstadion: Der FV Blau-Weiß Stahl Freital verlor am Mittwoch sein Heimspiel im Fußball-Landespokal gegen Regionalligist Budissa Bautzen mit 1:7 (0:2). „Zwischen beiden Teams liegen drei Spielklassen, da müssen wir selbst auf den Bautzener Busfahrer aufpassen“, hatte Stahl-Coach Jens Wagner vor der Partie gesagt – und damit die Lacher auf seiner Seite.

Die Gäste, trainiert vom ehemaligen Bundesliga-Profi Torsten Gütschow (327 Punktespiele/150 Tore für Dynamo Dresden), liefen mit einigen Anschlusskadern auf. Die ersten Komplimente der 439 Zuschauer verdienten sich ohne Zweifel die Gastgeber. Von Wagner taktisch klug eingestellt, verengten die Freitaler geschickt die Räume, hielten bis zur 23. Minute ein 0:0 und gingen mit einem 0:2 in die Kabine. „Mit der ersten Halbzeit war ich absolut zufrieden. Aus dem Spiel heraus haben wir nichts zugelassen“, resümierte Wagner. „Und in der Pause haben wir uns fest vorgenommen, unbedingt ein Tor zu erzielen.“

Mit Beginn der zweiten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. Kevin Bönisch erhöhte auf 3:0 für die Spreestädter (46.), zwei Minuten später markierte Routinier Alexander Preißiger tatsächlich den Ehrentreffer für Stahl. Ab der 66. Minute musste der Siebtligist dann aber in Unterzahl agieren, weil Maik Laspe nach wiederholtem Foulspiel die Gelb-Rote Karte sah. Mit etwas Fingerspitzengefühl hätte Schiedsrichter Johnny Schiefer darauf verzichten können. „Er wusste in dem Moment nicht mehr, dass er Maik schon verwarnt hatte. Dann hätte er die zweite Gelbe nicht gezogen. Ich rechne es ihm hoch an, dass er mir das auch so gesagt hat“, erklärte Wagner. „Für mich steht das 1:3 als Ergebnis. Was nach dem Platzverweis passierte, kann man nicht mehr bewerten.“ Weitere Tore für den Viertligisten waren somit nur eine Frage der Zeit. Martin Hoßmang (72., 84.) sowie Bönisch (77.) und Schmidt (83.) erhöhten auf 7:1 für Bautzen.

Außer Stahl Freital waren alle Vereine aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bereits zuvor aus dem Pokal geflogen. Hartmannsdorf und Possendorf scheiterten in der Auftaktrunde. In Runde zwei war Landesligist VfL Pirna-Copitz nach Elfmeterschießen beim Landesklässler SG Striesen ausgeschieden. Auch für Wilsdruff, Bannewitz, Heidenau und Wesenitztal war hier Endstation. Hainsberg schaffte es in die dritte Runde, stand hier aber Lok Leipzig aus der Regionalliga Nordost gegenüber (1:6). Die Freitaler Stahl-Fußballer hatten sich unterdessen mit einem Freilos, einem 2:0-Sieg in Bannewitz und einem 4:2 nach Verlängerung beim ESV Lok Zwickau bis ins Achtelfinale vorgekämpft.