erweiterte Suche
Montag, 05.02.2018

Eine Gratwanderung für Steer

Die Eislöwen gönnen ihrem Stammkeeper eine Pause und verlängern mit seinem Vertreter.

Von Cornelius de Haas

Da hat Franz Steer Weitblick bewiesen. Beim Heimspiel gegen Frankfurt am Freitagabend hatte der Eislöwen-Trainer mit Sebastian Stefaniszin einen dritten Torhüter auf dem Spielberichtsbogen eintragen lassen. Nachdem Stammgoalie Marco Eisenhut nach einigen Kollisionen mit Gegenspielern über Schwindelgefühle klagte, nahm Steer den 23-Jährigen sicherheitshalber vom Eis, Henning Schroth ging ins Tor und Stefaniszin auf die Bank.

Auch ohne die Verletzung hätte Eisenhut beim Auswärtssieg in Garmisch nicht in der Startformation gestanden. „Wir werden Marco mal eine Auszeit geben“, hatte Steer angekündigt. „Er braucht mental eine Pause. In den drei Jahren vor seinem Wechsel zu den Eislöwen hat er zusammen nicht so viele Spiele gemacht wie jetzt bei uns hintereinander“, sagte der 59-Jährige zur Begründung. Das Problem sei die Verletzung von Stefaniszin gewesen. „Ihn hätten wir gerne mehr Spiele machen lassen.“

Der aus der Oberliga gekommene Keeper habe sehr gut trainiert, sich verletzt und wieder rangekämpft. „Dann spielt er elf Minuten und ist wieder verletzt. Das ist für jeden Sportler tragisch“, so Steer. „Aber dann konnte ich Marco erst recht nicht rausnehmen.“ Das änderte sich auch mit der Verpflichtung von Schroth nur bedingt. „Klar braucht auch er Spielpraxis, aber der Marco ist besser und hatte einen Lauf. Da ist ein Wechsel immer eine Gratwanderung.“ In seinen sechs Einsätzen wusste der 25 Jahre alte Schroth dennoch zu überzeugen. Deshalb – und aufgrund der jüngsten Erfahrungen – wurde der Anfang Dezember für zwei Monate geschlossene Vertrag bis zum Saisonende verlängert.

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.