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Freitag, 25.05.2018

Einbruchschutz - Wirksame Wege und Möglichkeiten

Seit Jahren bewegen sich die Einbruchzahlen in Sachsen auf einem hohen Niveau. Zumindest das zuletzt so rasante Wachstum ließ sich in der letzten Zeit etwas eindämmen.

Bildautor: Michael Gaida
Bildautor: Michael Gaida

Dennoch stehen die Bürgerinnen und Bürger selbst in der Verantwortung, die eigenen vier Wände zu schützen. Doch wie ist dies auf effektive Art und Weise möglich?

Die individuellen Einflüsse

Viel wurde bereits in den vergangenen Jahren darüber diskutiert, wie es pauschal möglich sei, die eigenen vier Wände zu schützen. Aktuell setzt sich der Ansatz durch, dass ein solches Patentrezept gar nicht existent sei. Vielmehr ist es für jede Wohnung notwendig, ein individuelles Konzept der Sicherheit zu erarbeiten. Dabei müssen im Hinblick auf die Voraussetzungen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt werden, um das Ziel der absoluten Sicherheit am Ende des Tages anstreben zu können.

Gleichsam stehen die Menschen im Land in der Verantwortung, selbst die ersten Schritte in die Wege zu leiten. Ein wichtiges Element des Schutzes ist zum Beispiel die Verstärkung des Materials. Dafür werden zunächst die Rahmen von Fenster und Türen verstärkt. Dadurch bietet sich die Gelegenheit, sie gegen das Aufhebeln von außen abzusichern. Doch das Glas stellt in vielen Fällen noch immer eine Sicherheitslücke dar. Hier bietet es sich an, zu Sicherheitsglas zu greifen, um auch diese Lücke zu schließen.

An welchen Stellen nun zuerst nachgerüstet werden sollte, lässt sich zunächst auf der Basis einiger Faustregeln ermitteln. Generell ist es von Bedeutung, leicht zugängliche Fenster und Türen zu schützen. Dies gilt zum Beispiel für das gesamte Erdgeschoss, in dem die Diebe die Chance haben, sich binnen weniger Augenblicke Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Doch auch Balkone oder Terrassen bieten immer wieder Anlass zur Sorge. Wer selbst unsicher darüber ist, welche dieser Schwachstellen an der eigenen Wohnung festgemacht werden können, bekommt auf der Seite der Polizei Beratung passende Unterstützung.

Wie viel darf Sicherheit kosten?

Nach wie vor gibt es viele Bürger, die selbst nicht damit einverstanden sind, die Kosten für ihre Sicherheit zu tragen. Tatsächlich scheint es auf den ersten Blick die Aufgabe des Staats zu sein, für diese Sicherheit zu sorgen. Doch die in der letzten Zeit stark gestiegenen Fallzahlen vermitteln ebenso wie die schlechten Quoten der Aufklärung den Eindruck, dass ein persönlicher Eingriff in jedem Fall einen Vorzug darstellt. Einerseits ist es durch die Investition möglich, die eigenen Wertgegenstände besser zu schützen. Der Mehrwert besteht aber auch in den mentalen und psychologischen Vorteilen, die mit dem Einsatz verbunden sind.

Gleichsam ist damit noch keine endgültige Summe ermittelt, die für die Sicherung einer Wohnung oder eines Eigenheims eingerechnet werden muss. Grundsätzlich hängt es von den eigenen Ansprüchen ab, welche Summen kalkuliert werden müssen. Die zusätzliche Absicherung eines Fensters ist bereits ab rund 50 Euro zu haben, der doppelte Betrag fällt derweil im Falle einer Türe an. Dementsprechend reicht ein mittlerer dreistelliger Betrag oftmals aus, um die Sicherheit ganz wesentlich zu erhöhen. Wer sich dagegen das Ziel setzt, selbst mit einer Alarmanlage für die persönliche Sicherheit zu sorgen, muss definitiv vierstellige Beträge in den Blick nehmen.

Die Wirkung der Maßnahmen

Doch wie lässt sich ein guter Einbruchschutz in Sachsen nun charakterisieren? Auf der einen Seite wird es nie möglich sein, für eine völlige Sicherheit zu sorgen. Diese kann als Illusion beurteilt werden, die nur in Ansätzen verwirklicht werden kann. Stattdessen ist es auf der Basis der gängigen Maßnahmen möglich, für eine Verzögerung der Tat zu sorgen. Mit jeder Minute, die sich der Täter nun vor Ort vergeblich abmüht, um ins Innere der Wohnung zu gelangen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er von seinem ursprünglichen Plan ablässt. Das Ziel muss deshalb sein, ihm so viele Hindernisse wie nur möglich in den Weg zu legen.

Auf der anderen Seite kann ein Einbruchschutz das Feld der Prävention in den Blick nehmen. Gelingt es zum Beispiel, eine verlassene Wohnung bewohnt aussehen zu lassen, so werden sich wenige Einbrecher auf der Suche nach einem passenden Objekt für dieses Ziel entscheiden. Zu groß erscheint in ihren Augen das Risiko, bei der Tat gefasst zu werden und dadurch zum Verlierer zu werden. Daran wird deutlich, wie facettenreich das Thema in Zukunft betrachtet werden muss, um auch im persönlichen Fall die richtige Mischung zu finden.

Die Technik, die sich hinter dem Sicherheitsglas verbirgt, baut auf der Laminierung des Materials auf. Mit der Hilfe spezieller Maschinen lassen sich verschiedene Foliendicken zwischen die einzelnen Glasscheiben bringen. Diese sorgt dafür, dass sich die Widerstandskraft des Glases insgesamt deutlich erhöht. Besonders individuell ist der Bearbeitungsprozess, den die Scheiben dabei durchlaufen. In einer besonderen Maschine, wie sie auf dieser Seite genauer beschrieben wird, entsteht damit das eigentliche Sicherheitsglas. Wichtig ist dabei die große Präzision, mit der die Scheiben mit der Folie verbunden werden. Bereits kleine Lufteinschlüsse würden das Ende für jedes Exemplar bedeuten. Denn am Ende der Verarbeitung darf nicht mehr sichtbar sein, dass sich eine zarte Folie zwischen den einzelnen Elementen der Scheibe befindet.

Für diesen Zweck wurde eine spezielle Maschine entwickelt. Diese bringt die Folie in der gewünschten Stärke auf dem Glas auf. Wichtig ist zudem ein hoher Anpressdruck, um beide Komponenten fest miteinander zu verbinden. Dies ist zudem nur durch eine Erwärmung des Glases zu erreichen. Nachdem die Scheibe die Maschine einmal durchlaufen hat, erfüllt das Glas alle wichtigen Voraussetzungen, um nun eingesetzt werden zu können.

Höhere Bruchfestigkeit

Die eigentliche Stärke des Sicherheitsglases besteht nun darin, dass alle Komponenten fest miteinander verbunden sind. Zwar ist es unter der Einwirkung roher Gewalt noch immer möglich, starke Schäden am Glas hervorzurufen. Doch die einzelnen Scherben splittern nicht, sondern bleiben weiterhin als festes Konstrukt ein Hindernis für den Einbrecher. Dadurch bietet sich ihm lange Zeit nicht die Gelegenheit, ins Innere des Hauses zu gelangen und seine eigentliche Tat zu verüben. Auch hinter dem Einsatz des Sicherheitsglases verbirgt sich deshalb der Anspruch, den Einbrecher von seinem Plan abzubringen. Denn wiederum steigt für ihn mit jeder verstrichenen Minute das Risiko, entdeckt zu werden. Während sich klassische Fensterscheiben binnen weniger Augenblicke zerschlagen lassen, bietet das speziell gefertigte Sicherheitsglas an dieser Stelle deutlich mehr Widerstand.