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Donnerstag, 17.03.2016

Ein weltberühmter Waldheimer

Ernst Lothar Hoffmann wurde als Buddhist bekannt. Nun sind einige seiner Werke in seiner Heimatstadt zu sehen.

Von Frank Korn

Lama Anagarika Govinda

Volker und Birgit Zotz von der Govinda-Stiftung bereiten eine Ausstellung in Waldheim vor.
Volker und Birgit Zotz von der Govinda-Stiftung bereiten eine Ausstellung in Waldheim vor.

© Dietmar Thomas

Waldheim. Der Lama Anagarika Govinda war ein berühmter Mann. Besonders in Asien und in den USA, wo er 1985 in Kalifornien verstorben ist. Er wurde am 17. Mai 1898 in Waldheim als Ernst Lothar Hoffmann geboren. Der Sohn eines deutschen Vaters und einer bolivianischen Mutter befasste sich schon als Schüler mit vergleichenden Studien zu den Weltreligionen Christentum, Islam und Buddhismus. Er erregte in Asien und den Vereinigten Staaten von Amerika als Künstler und Schriftsteller einiges Aufsehen.

Nun soll dem berühmten Sohn Waldheims eine Ausstellung gewidmet werden (DA berichtete). Volker Zotz und seine Frau Birgit von der Lama und Li Gotami Govinda Stiftung Pforzheim haben in den vergangenen Tagen schon den ersten Teil der Exponate im Waldheimer Kulturzentrum aufgebaut. Im April und Mai sollen die Arbeiten fortgeführt werden. Eröffnung der Ausstellung ist am 22. Mai zum internationalen Museumstag. Um 14 Uhr an diesem Tag gestalten Birgit und Volker Zotz im Waldheimer Ratssaal einen Vortrag. „Chronologisch sollen Bilder und biografisches Material mit den Stationen Deutschland, Italien, Nordafrika, Ceylon, Indien und Tibet sowie Amerika präsentiert werden“, verrät Volker Zotz. Geplant sei zudem ein Begleitbuch mit dem Titel „Tibets Sachse – Ernst Hoffmann wird Lama Govinda“, das repräsentative Werke abbildet und in Beiträgen Govindas Wirken als Künstler darstellt und untersucht. Dieses soll auch im Buchhandel angeboten werden.

Lama Anagarika Govinda

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Der Autor und Buddhologe, Maler und Mystiker Anagarika Govinda (1898 - 1985) schuf seit früher Jugend bis zu seinem Tod ein gewaltiges Werk.

Das schriftstellerische Schaffen umfasst philosophische Abhandlungen, Lyrik, Drehbücher, Reisebeschreibungen sowie Arbeiten über Literatur, Kunstgeschichte und Architektur.

Im künstlerischen Werk finden sich hunderte Gemälde, die seinen Lebensweg mit Stationen wie Italien, Afrika, Indien und Tibet widerspiegeln, Grafiken und Choreografien.

Anagarika Govinda wurde 1938 unter diesem Namen ein Staatsbürger Indiens.

Schon als Schüler bewegten ihn philosophische Fragen, und er beschäftigte sich intensiv mit den Religionen der Welt.

Quelle: www.lama-govinda.de

Schon im Jahr 1998, zum 100. Geburtstag Govindas, hat es in Waldheim eine Ausstellung gegeben. Danach sei der Kontakt zur Geburtsstadt des Künstlers allerdings etwas eingeschlafen. Erst im vergangenen Jahr nahm Volker Zotz die Verbindung wieder auf. „Da Govinda Deutschland bereits 1920 auf Dauer verließ, gibt es keinen Ort, zu dem eine besondere Beziehung besteht, außer zu seinem Geburtsort Waldheim“, sagte Zotz. Deshalb liege es nahe, hier eine Ausstellung zu organisieren.

Aufgrund der Vorbereitung der Govinda-Ausstellung ist das Museum derzeit geschlossen.