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Dienstag, 13.03.2018

Ein Stück mehr Räcknitzer Volkspark

Die Stadt hat einen Teil der denkmalgeschützten Anlage gepachtet. Den Anwohnern bringt das einen neuen Aussichtspunkt.

Von Annechristin Bonß

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Zwischen den beiden Schieberhäusern im Volkspark Räcknitz wachsen junge Bäume. Schon bald soll die Anlage ein neues Rondell samt Bänken bekommen.
Zwischen den beiden Schieberhäusern im Volkspark Räcknitz wachsen junge Bäume. Schon bald soll die Anlage ein neues Rondell samt Bänken bekommen.

© Sven Ellger

Der Räcknitzer Volkspark verändert sich. Spaziergänger haben die Arbeiten der vergangenen Wochen auf dem eingezäunten Areal an der Südseite des Parks bemerkt. Die Drewag hatte für ihr Gelände Fäll- und Rodungsarbeiten in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden über 240 Großgehölze mit unterschiedlichen Größen gerodet, Büsche, Hecken und Kleingehölze, teilt Sprecherin Gerlind Ostmann mit. Auf der Fläche befindet sich der Hochbehälter „Räcknitz neu“. Der ist notwendig, damit die linkselbische Seite der Stadt mit Trinkwasser versorgt wird. Es sollen nicht die letzten Arbeiten am Volkspark sein.

Auch das Amt für Stadtgrün arbeitet derzeit an Plänen für die Grünanlage. Dafür hat die Drewag einen Teil ihrer Fläche langfristig an die Stadt verpachtet. Ein Teil des bisher eingezäunten Grundstücks soll künftig zum Park dazugehören und öffentlich zugänglich sein. Dort wird ein Fußweg zwischen dem jetzigen Parkareal und der Straße Räcknitzhöhe entstehen. Bisher gibt es eine solche Verbindung nicht. Bestandteil des neuen Wegs ist ein Rondell mit Sitzmöglichkeiten, teilt eine Stadtsprecherin mit. Von dort gibt es einen schönen Blick über die Stadt. Für diese Arbeiten stellt die Stadt 90 000 Euro zur Verfügung. Ende des Jahres sollen die Arbeiten beginnen. Gebaut wird bis 2019. Dabei arbeiten die Grünflächenexperten eng mit der Sächsischen Denkmalbehörde zusammen. Denn der Räcknitzpark gilt mit seiner künstlerischen Gestaltung als Kulturdenkmal. Dies soll bei der Planung berücksichtigt werden.

Als Denkmal geschützt sind auch die zwei Schieberhäuser, die in der eingezäunten Fläche stehen. Sie gehörten früher zu den Anlagen der Wasserversorgung. Heute sind sie nicht mehr in Betrieb. Sie sollen erhalten bleiben. Mit an die Stadt verpachtet sind sie nicht. Die Drewag will in den kommenden Jahren die Treppen an die Häuser neu anbauen lassen. Dafür sind Fördermittel beantragt. Die gehören dem Denkmalschutz nach zu den beiden kleinen Türmchen. Eine öffentliche Nutzung ist hingegen nicht vorgesehen. Einst wurden die Schieberhäuser als Aussichtsplattformen genutzt. Die Geländer auf dem Dach sind jedoch nach heutigen Standards zu niedrig.

Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. Matze72

    Na hoffentlich schaut dann auch ab und an das Ordnungsamt und/oder die Polizei vorbei. Sonst verkommt das ganze doch schnell zum Ärgernis hinsichtlich Müll und Lärm (siehe Elbwiesen).

  2. Dieter

    Die Geländer auf dem Dach sind nach heutigen Standards zu niedrig? Wieviele Leute sind den vor diesen realitätsfernen Standards von den Schieberhäusern oder auch z.B. von der Albertbrücke in die Tiefe gestürzt? Aber Dresden hat doch Spezialisten für Doppelgeländer, über deren Macherei zwar in Deutschland gelacht wird, aber die von der EU aufgedrängten Standards werden eingehalten.

  3. Saskia G.

    Wieder mal ein Beispiel für ein völlig sonnloses Kettensägenmassaker. Mit der Rodung von über 240 Großgehölzen verschwinden natürlich auch die Habitate und Nistmöglichkeite für zahlreiche Vögel und andere Tiere, aber das scheint der Stadt Dresden ja völlig gleichgültig zu sein. Und wozu braucht man da einen "neuen" Aussichtspukt, wo doch nur ein paar Meter weiter südlich der Bismarckturm steht, der viel höher ist und einer deutlich bessere Aussicht bietet...???

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